Verkäufer
Übungstest
Übe für Verkäufer mit realistischen Prüfungsfragen, verständlichen Erklärungen, zeitbegrenzten Mock-Tests und Fortschrittsverfolgung.
Hinweis: App und Web-Prüfung verwenden getrennte Konten — ein Web-Zugang und ein In-App-Kauf werden nicht übertragen. Kaufe im Web, um im Web zu üben.
30 kostenlose Verkäufer Fragen
Aus allen Themenbereichen ausgewählt — nicht nur die erste Seite. Nutze sie als Quiz oder als Karteikarten.
-
Verkäufer
Verbraucher erwarten, dass der Preis für Smartphones in drei Monaten deutlich steigen wird. Welche unmittelbare Reaktion ist auf dem aktuellen Smartphone-Markt zu erwarten?
Richtig — C. Erwartete Preissteigerungen sind ein anerkannter Nachfragefaktor. Rationale Verbraucher ziehen den Kauf vor, um zukünftig höhere Preise zu vermeiden. Die Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts, was den aktuellen Gleichgewichtspreis erhöht. Why the other options are incorrect: • Die Nachfrage sinkt, da Verbraucher abwarten und auf spätere Preissenkungen spekulieren.: Bei erwarteten Preissteigerungen ist Abwarten irrational – der Kauf jetzt ist günstiger als der Kauf später. • Das Angebot steigt sofort, da Hersteller von der erwarteten Preissteigerung profitieren wollen.: Hersteller könnten eher Produktion zurückhalten, um später teurer zu verkaufen; ein sofortiger Angebotsanstieg ist nicht die typische Reaktion. • Der Markt bleibt unverändert, da Preiserwartungen das aktuelle Kaufverhalten nicht beeinflussen.: Preiserwartungen (Preiserwartungseffekt) sind ein anerkannter Einflussfaktor auf die Nachfrage und verändern das aktuelle Marktverhalten nachweislich. -
Verkäufer
Butter und Margarine gelten als Substitutionsgüter. Was passiert auf dem Markt für Margarine, wenn der Preis für Butter stark ansteigt?
Richtig — B. Bei Substitutionsgütern weichen Verbraucher bei Preiserhöhung eines Gutes auf das andere aus. Steigt der Butterpreis, wird Margarine relativ günstiger und die Nachfrage nach Margarine nimmt zu. Why the other options are incorrect: • Die Nachfrage nach Margarine sinkt, weil Verbraucher insgesamt weniger Streichfett kaufen.: Bei Substitutionsgütern verschiebt sich die Nachfrage zum günstigeren Ersatz – sie sinkt dort nicht, sondern steigt. • Das Angebot an Margarine steigt, weil Hersteller von den höheren Butterpreisen profitieren.: Die Angebotsseite der Margarinehersteller hängt von deren eigenen Kosten ab, nicht direkt vom Butterpreis; relevant ist hier die Nachfragereaktion der Verbraucher. • Die Nachfrage nach Margarine bleibt unverändert, da beide Güter unabhängig voneinander sind.: Butter und Margarine stehen in einem Substitutionsverhältnis und sind per Definition nicht unabhängig voneinander. -
Verkäufer
Was muss ein Verbraucherdarlehensvertrag laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) zwingend enthalten?
Richtig — B. Gemäß §§ 491 ff. BGB (Verbraucherdarlehensvertrag) müssen u. a. der effektive Jahreszins, der Nettodarlehensbetrag, der Gesamtbetrag aller Zahlungen sowie die Laufzeit zwingend schriftlich angegeben werden. So werden Verbraucher transparent über die tatsächlichen Kosten informiert. Why the other options are incorrect: • Den Namen des zuständigen Filialleiters sowie die Unterschrift des Bankvorstands: Persönliche Angaben zum Filialleiter oder zum Vorstand sind keine gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben im Verbraucherdarlehensvertrag. • Eine notarielle Beglaubigung und die Benennung eines Bürgen aus dem Verwandtenkreis: Ein Verbraucherdarlehen erfordert keine notarielle Beurkundung. Notarielle Beglaubigungen sind z. B. bei Grundschulden üblich, aber nicht als generelle Pflichtangabe im Darlehensvertrag vorgeschrieben. • Den aktuellen Disporahmen aller bestehenden Konten des Kreditnehmers: Der Disporahmen anderer Konten ist für den Darlehensvertrag selbst nicht relevant und wird im Vertrag nicht ausgewiesen. Er kann allenfalls bei der Bonitätsprüfung eine Rolle spielen. -
Verkäufer
Was ist ein charakteristisches Merkmal des SEPA-Basislastschriftverfahrens (Core) im Vergleich zum SEPA-Firmenlastschriftverfahren (B2B)?
Richtig — A. Beim SEPA-Basislastschriftverfahren hat der Zahlungspflichtige das Recht, eine autorisierte Lastschrift innerhalb von 8 Wochen nach der Kontobelastung ohne Angabe von Gründen zurückbuchen zu lassen. Bei nicht autorisierten Lastschriften gilt eine Frist von 13 Monaten. Why the other options are incorrect: • Das SEPA-Firmenlastschriftverfahren steht auch Privatpersonen als Zahler offen.: Das SEPA-Firmenlastschriftverfahren (B2B) ist ausschließlich für Unternehmen und Selbstständige als Zahler vorgesehen; Privatpersonen sind ausgeschlossen. • Beim SEPA-Basislastschriftverfahren beträgt die Rückbuchungsfrist für autorisierte Lastschriften 13 Monate.: Die 13-Monats-Frist gilt nur für nicht autorisierte Lastschriften (ohne gültiges Mandat); für autorisierte Buchungen im Core-Verfahren beträgt sie 8 Wochen. • Das SEPA-Basislastschriftverfahren erfordert zwingend ein schriftliches Mandat in Papierform.: Ein SEPA-Mandat kann auch elektronisch erteilt werden (E-Mandat); eine zwingend papiergebundene Form ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. -
Verkäufer
Ein Unternehmen verkauft seine offenen Forderungen aus Warenlieferungen an ein Factoringunternehmen (echtes Factoring). Welche Aussage beschreibt die Hauptwirkung korrekt?
Richtig — C. Beim echten Factoring (ohne Rückgriffsrecht) kauft das Factoringunternehmen die Forderungen an und übernimmt dabei das Delkredere-Risiko (Ausfallrisiko). Das Unternehmen erhält sofortige Liquidität und ist vor Forderungsausfällen geschützt. Why the other options are incorrect: • Das Unternehmen muss das Forderungsausfallrisiko weiterhin selbst tragen, erhält jedoch früher Liquidität.: Dies beschreibt das unechte Factoring (mit Rückgriffsrecht), bei dem das Ausfallrisiko beim Unternehmen verbleibt. Beim echten Factoring wird das Risiko übertragen. • Das Factoringunternehmen zahlt den vollen Nennwert der Forderungen ohne Abzug von Gebühren sofort aus.: Das Factoringunternehmen zieht stets eine Factoringgebühr sowie Zinsen vom Nennwert ab; ein vollständig gebührenfreier Vollauszug findet nicht statt. • Echtes Factoring ist ausschließlich für Forderungen gegenüber Privatpersonen zulässig.: Factoring wird in der Praxis hauptsächlich im B2B-Bereich (zwischen Unternehmen) eingesetzt und ist nicht auf Forderungen gegenüber Privatpersonen beschränkt. -
Verkäufer
Wofür wird Electronic Data Interchange (EDI) in der Warenwirtschaft eingesetzt?
Richtig — A. EDI (Electronic Data Interchange) ermöglicht den strukturierten, computergestützten Austausch von Geschäftsdokumenten (z. B. Bestellungen, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine, Rechnungen) zwischen Unternehmen in einem standardisierten Format, ohne manuelle Dateneingabe. Why the other options are incorrect: • Zur digitalen Erfassung von Lagerbeständen durch den Einsatz von Barcode-Scannern am Regal: Die Lagerbestandserfassung per Barcode-Scanner ist eine eigenständige Funktion eines Lagerverwaltungssystems und beschreibt nicht den Einsatzzweck von EDI. • Zur videobasierten Kommunikation zwischen Einkäufern und Lieferantenvertretern: Videokonferenzen sind ein Kommunikationsmittel für Menschen, kein standardisierter Datenaustauschstandard zwischen IT-Systemen. • Zur verschlüsselten Übertragung von Kundenzahlungen im Online-Handel: Zahlungsverschlüsselung im Online-Handel wird durch andere Technologien wie TLS/SSL oder spezialisierte Zahlungsdienstleister gewährleistet, nicht durch EDI. -
Verkäufer
Was versteht man im Handel unter einem Konsignationslager?
Richtig — A. Beim Konsignationslager stellt der Lieferant Waren bereit, die im Lager des Händlers gelagert werden. Das Eigentum verbleibt beim Lieferanten – der Händler zahlt erst, wenn er die Ware tatsächlich entnimmt und verbraucht. Why the other options are incorrect: • Ein Lager, das ausschließlich für temperaturempfindliche und gekühlte Waren genutzt wird: Ein Lager für Kühlwaren wird als Kühllager oder Tiefkühllager bezeichnet – das hat nichts mit dem Eigentums- oder Zahlungsmodell eines Konsignationslagers zu tun. • Ein Lager, das strikt nach dem LIFO-Prinzip (Last In – First Out) bewirtschaftet wird: Das LIFO-Prinzip beschreibt eine Entnahmemethode und definiert keine Eigentumsregelung zwischen Lieferant und Händler. • Ein Zentrallager eines Unternehmens, das alle angeschlossenen Filialen mit Waren versorgt: Ein Lager, das Filialen versorgt, nennt man Zentrallager oder Verteilzentrum – dieses Konzept ist unabhängig vom Konsignationsprinzip. -
Verkäufer
Was ist die zentrale Aufgabe eines computergestützten Warenwirtschaftssystems (WWS)?
Richtig — C. Ein WWS erfasst alle Warenbewegungen (Wareneingang, Warenausgang, Retouren) in Echtzeit, verwaltet Lagerbestände und liefert damit die Datenbasis für bestandsbezogene Entscheidungen in Einkauf und Disposition. Why the other options are incorrect: • Die automatische Erstellung von Werbekampagnen für neue Produkte: Werbemaßnahmen gehören in den Bereich Marketing; ein Warenwirtschaftssystem ist nicht für die Erstellung von Werbekampagnen zuständig. • Die Abwicklung von Kundenbeschwerden ohne Einbindung von Verkaufsmitarbeitern: Kundenbeschwerden werden über CRM-Systeme oder direkt durch Mitarbeiter abgewickelt; das WWS konzentriert sich auf Warenflüsse. • Die selbstständige Erstellung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen: Jahresabschlüsse und Steuererklärungen fallen in den Bereich der Finanzbuchhaltung und erfordern entsprechende Buchhaltungssoftware. -
Verkäufer
Welches Ziel steht bei einer fachgerechten Warenvorlage im Verkaufsgespräch im Vordergrund?
Richtig — B. Die Warenvorlage baut auf der Bedarfsermittlung auf: Produkte werden kundenorientiert präsentiert, indem Eigenschaften in konkrete Nutzenargumente für den jeweiligen Kunden übersetzt werden. Why the other options are incorrect: • Dem Kunden möglichst viele verschiedene Produkte gleichzeitig zeigen, um die Auswahl zu vergrößern: Zu viele Produkte gleichzeitig führen zur Entscheidungsüberlastung (Choice Overload) und können den Kunden eher verwirren als helfen. • Zuerst das teuerste Produkt vorstellen, damit spätere Angebote günstiger erscheinen: Das bewusste Vorstellen des teuersten Produkts zuerst (Ankereffekt) ist eine Verkaufsstrategie, aber nicht das primäre Ziel einer fachgerechten, kundenorientierten Warenvorlage. • Die Präsentation so kurz wie möglich halten, damit der Kunde nicht zu lange überlegt: Eine zu kurze Präsentation ohne ausreichende Informationen kann dazu führen, dass der Kunde den Nutzen nicht erkennt und den Kauf ablehnt. -
Verkäufer
Welches Verhalten ist bei der Beratung von Kunden mit besonderen Bedürfnissen (z.B. Sehbeeinträchtigung, Hörbeeinträchtigung oder eingeschränkter Mobilität) besonders wichtig?
Richtig — B. Kunden mit besonderen Bedürfnissen haben denselben Anspruch auf professionelle und vollständige Beratung wie alle anderen. Geduld, klare Kommunikation und das aktive Eingehen auf individuelle Anforderungen sind entscheidend. Why the other options are incorrect: • Die Beratung zu verkürzen, damit wartende Kunden nicht benachteiligt werden.: Die Qualität der Beratung darf nicht davon abhängen, wie viele andere Kunden warten. Jeder Kunde verdient eine bedarfsgerechte Beratung. • Direkt die Begleitperson anzusprechen und ihr alle Fragen zu stellen.: Den Kunden zu übergehen und stattdessen die Begleitperson anzusprechen ist respektlos und verletzt die Selbstbestimmung des Kunden. • Grundsätzlich einfachere und günstigere Produkte zu empfehlen, um den Kunden nicht zu überfordern.: Günstigere oder einfachere Produkte zu empfehlen, ohne den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln, ist voreilig, pauschal und nicht bedarfsorientiert. -
Verkäufer
Was versteht man unter dem Begriff 'Zusatzverkauf' (Cross-Selling) im Einzelhandel?
Richtig — B. Beim Cross-Selling werden dem Kunden ergänzende Produkte zum Hauptkauf empfohlen – z. B. Pflegemittel zu Schuhen oder eine Schutzhülle zum Smartphone – um den Gesamtumsatz zu steigern. Why the other options are incorrect: • Den Kunden von einem günstigeren Produkt zu einem teureren derselben Kategorie zu führen: Das Führen des Kunden zu einem teureren Produkt derselben Kategorie bezeichnet man als Up-Selling, nicht als Cross-Selling. • Dem Kunden einen Mengenrabatt auf das Hauptprodukt anzubieten: Mengenrabatte sind eine Preisgestaltungsmaßnahme und haben nichts mit dem Empfehlen ergänzender Produkte zu tun. • Ein Produkt durch besondere Aktionsplatzierung im Geschäft hervorzuheben: Die Aktionsplatzierung von Produkten ist eine Visual-Merchandising-Maßnahme, kein Cross-Selling-Gespräch mit dem Kunden. -
Verkäufer
Ein Kunde betritt den Laden, schaut sich um, äußert sich kaum und weicht Blickkontakt eher aus. Welcher Umgang mit diesem Kunden ist am professionellsten?
Richtig — C. Zurückhaltende Kunden fühlen sich durch zu frühes Ansprechen unter Druck gesetzt. Der richtige Moment ist, wenn sie selbst ein Signal geben – z. B. ein Produkt aufgreifen oder sich suchend umschauen. Der Verkäufer bleibt präsent, ohne zu drängen. Why the other options are incorrect: • Den Kunden sofort mit mehreren Fragen ansprechen, um sein Interesse zu wecken.: Mehrere Fragen auf einmal überfordern introvertierte Kunden und können dazu führen, dass sie den Laden frühzeitig verlassen. • Dem Kunden direkt die aktuellen Sonderangebote vorstellen.: Aktionsangebote ohne Bedarfsermittlung sind selten zielführend und wirken aufdringlich, da der Bedarf des Kunden noch völlig unbekannt ist. • Den Kunden vollständig ignorieren und abwarten, bis er sich von sich aus meldet.: Vollständiges Ignorieren ist unprofessionell; der Kunde erhält keinerlei Orientierung und verlässt den Laden ohne Abschluss. -
Verkäufer
Welche der folgenden Ausgaben zählt bei der Einkommensteuer zu den abziehbaren Werbungskosten?
Richtig — B. Fahrtkosten zur ersten Tätigkeitsstätte sind klassische Werbungskosten (§ 9 EStG), da sie beruflich veranlasst sind und der Erzielung von Einnahmen dienen. Why the other options are incorrect: • Kosten für eine private Urlaubsreise: Private Urlaubsreisen haben keinen beruflichen Veranlassungszusammenhang und sind daher steuerlich nicht als Werbungskosten abzugsfähig. • Beiträge zur freiwilligen privaten Krankenversicherung: Krankenversicherungsbeiträge fallen unter die Sonderausgaben (Vorsorgeaufwendungen gemäß § 10 EStG), nicht unter die Werbungskosten. • Ausgaben für bürgerliche Kleidung ohne berufliche Notwendigkeit: Bürgerliche Kleidung gilt steuerrechtlich als Privataufwand. Nur typische Berufs- oder Schutzkleidung ist als Werbungskosten abzugsfähig. -
Verkäufer
Wie haften die Gesellschafter einer Offenen Handelsgesellschaft (OHG) für Schulden der Gesellschaft?
Richtig — B. Gemäß §§ 128 ff. HGB haften alle OHG-Gesellschafter persönlich, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch. Jeder Gesellschafter kann für alle Schulden der Gesellschaft in voller Höhe in Anspruch genommen werden. Why the other options are incorrect: • Ausschließlich mit ihrer Kapitaleinlage: Eine Haftungsbeschränkung auf die Einlage gilt für den Kommanditisten einer KG, nicht für OHG-Gesellschafter. • Gar nicht, da die OHG eigene Rechtspersönlichkeit besitzt: Obwohl die OHG rechtsfähig ist, schließt das die persönliche Haftung der Gesellschafter nicht aus – sie haften zusätzlich zum Gesellschaftsvermögen. • Beschränkt auf maximal 100.000 € je Gesellschafter: Eine gesetzliche Haftungsobergrenze von 100.000 € existiert für OHG-Gesellschafter nicht; ihre Haftung ist betragsmäßig unbegrenzt. -
Verkäufer
Welches Organ einer Aktiengesellschaft (AG) ist nach dem Aktiengesetz für die laufende Geschäftsführung und die gesetzliche Vertretung der Gesellschaft nach außen zuständig?
Richtig — B. Der Vorstand leitet die AG eigenverantwortlich und vertritt sie gerichtlich sowie außergerichtlich (§§ 76, 78 AktG). Er wird vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen, handelt aber in seiner Geschäftsführung weisungsunabhängig. Why the other options are incorrect: • Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Vorstand zu überwachen und zu bestellen (§ 111 AktG); er ist jedoch nicht zur laufenden Geschäftsführung oder Außenvertretung berechtigt. • Hauptversammlung: Die Hauptversammlung ist das Beschlussorgan der Aktionäre und entscheidet über grundlegende Angelegenheiten (z. B. Gewinnverwendung, Satzungsänderungen), führt aber keine Geschäfte der Gesellschaft. • Beirat: Ein Beirat ist ein freiwilliges, beratendes Gremium ohne gesetzliche Vertretungsmacht; er ist im AktG nicht als Pflichtorgan vorgesehen. -
Verkäufer
Ein Unternehmen möchte seine Einkaufspolitik nachhaltiger gestalten (Green Procurement). Welches Kriterium ist dabei aus ökologischer Sicht am wichtigsten?
Richtig — C. Nachhaltige Beschaffung berücksichtigt ökologische Kriterien wie Umweltzertifizierungen (z. B. Blauer Engel, EU Ecolabel), Energieeffizienz, Schadstoffgehalt und Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Why the other options are incorrect: • Der möglichst niedrige Einkaufspreis, um finanzielle Ressourcen des Unternehmens zu schonen.: Ein niedriger Preis allein sagt nichts über die ökologische Qualität aus; günstige Produkte können hohe Umweltauswirkungen in Produktion oder Rohstoffgewinnung haben. • Die schnellste Lieferzeit, um Lagerkosten und Überproduktion zu minimieren.: Schnelle Lieferzeiten können ökologisch nachteilig sein, z. B. durch Luftfracht statt emissionsärmerer Seefracht; Geschwindigkeit ist kein ökologisches Hauptkriterium. • Die internationale Marktbekanntheit und Unternehmensgröße des Lieferanten.: Bekanntheit und Größe eines Lieferanten sagen nichts über dessen ökologische Standards aus; kleinere Unternehmen können nachhaltiger wirtschaften als Großkonzerne. -
Verkäufer
Was versteht man im betrieblichen Kontext unter einer Ökobilanz (Life Cycle Assessment)?
Richtig — B. Die Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA) analysiert systematisch alle Umweltwirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebensweg – von der Rohstoffgewinnung über Herstellung und Nutzung bis zur Entsorgung (Cradle-to-Grave-Ansatz). Why the other options are incorrect: • Eine jährliche Gewinn- und Verlustrechnung unter Berücksichtigung von Umweltkosten: Eine Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Finanzinstrument. Die Ökobilanz ist kein Buchhaltungsinstrument, sondern ein Umweltbewertungsverfahren. • Ein behördliches Verfahren zur Genehmigung neuer Produktionsanlagen: Genehmigungsverfahren für Anlagen sind behördliche Verwaltungsakte. Eine Ökobilanz ist ein analytisches Instrument ohne Genehmigungscharakter. • Eine Kennzahl zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit in Bezug auf Umweltthemen: Mitarbeiterzufriedenheit ist ein Thema des Personalmanagements und hat keinen inhaltlichen Bezug zur Ökobilanz. -
Verkäufer
Wann kommt ein Kaufvertrag nach dem BGB rechtswirksam zustande?
Richtig — B. Ein Vertrag kommt durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande: Angebot und Annahme (§§ 145 ff. BGB). Erst wenn der Käufer das Angebot des Verkäufers vorbehaltlos annimmt, ist der Kaufvertrag rechtswirksam geschlossen. Why the other options are incorrect: • Wenn der Käufer die Ware aus dem Regal nimmt: Das Herausnehmen einer Ware aus dem Regal ist lediglich eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum), kein Vertragsschluss. • Wenn die Rechnung durch den Verkäufer ausgestellt wird: Die Ausstellung einer Rechnung ist eine Zahlungsaufforderung und setzt einen bereits bestehenden Vertrag voraus, begründet ihn aber nicht. • Wenn die Ware im Schaufenster ausgestellt und mit einem Preis versehen ist: Das Ausstellen von Waren mit Preisschild gilt rechtlich als invitatio ad offerendum, nicht als verbindliches Angebot des Verkäufers. -
Verkäufer
Herr Bauer kauft einen neuen Kühlschrank. Nach drei Wochen kühlt das Gerät nicht mehr ausreichend. Welches Recht hat Herr Bauer als erstes gegenüber dem Verkäufer geltend zu machen?
Richtig — C. Liegt ein Sachmangel vor, hat der Käufer nach § 437 Nr. 1 BGB zunächst Anspruch auf Nacherfüllung (§ 439 BGB), d. h. Reparatur oder Lieferung einer mangelfreien Sache. Weitergehende Rechte wie Rücktritt oder Minderung entstehen erst, wenn die Nacherfüllung scheitert. Why the other options are incorrect: • Sofortigen Rücktritt vom Kaufvertrag: Ein sofortiger Rücktritt ist gesetzlich erst möglich, wenn die Nacherfüllung gescheitert, verweigert oder für den Käufer unzumutbar ist (§§ 440, 323 BGB). • Minderung des Kaufpreises: Die Minderung des Kaufpreises (§ 441 BGB) ist ebenfalls erst zulässig, wenn die Nacherfüllung zuvor fehlgeschlagen, verweigert oder unzumutbar war. • Schadensersatz statt der Leistung: Schadensersatz statt der Leistung setzt voraus, dass der Verkäufer die Nacherfüllung endgültig verweigert hat oder diese fehlgeschlagen ist; er steht nicht sofort zur Verfügung. -
Verkäufer
Lena bestellt über einen Online-Shop eine Jacke. Wie lange hat sie als Verbraucherin nach Erhalt der Ware gesetzlich das Recht, den Kaufvertrag zu widerrufen?
Richtig — B. Bei Fernabsatzverträgen (z. B. Online-Kauf) steht Verbrauchern gemäß § 355 BGB ein Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Die Frist beginnt mit dem Erhalt der Ware, nicht mit dem Bestelldatum. Why the other options are incorrect: • 7 Tage ab Bestelldatum: 7 Tage war eine frühere, nicht EU-weit harmonisierte Frist. Das geltende Recht sieht einheitlich 14 Tage vor. • 30 Tage ab Erhalt der Ware: 30 Tage ist keine gesetzliche Widerrufsfrist nach dem BGB; manche Händler gewähren dies freiwillig als Serviceleistung, gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht. • 21 Tage ab Rechnungsdatum: 21 Tage existiert im deutschen Verbraucherschutzrecht nicht als Widerrufsfrist. Maßgeblich ist zudem der Warenempfang, nicht das Rechnungsdatum. -
Verkäufer
Ein Kunde kauft Waren im Wert von 18,45 € und zahlt mit einem 20-Euro-Schein sowie einem 50-Cent-Stück. Wie viel Wechselgeld erhält der Kunde?
Richtig — B. Der Kunde zahlt insgesamt 20,50 € (20,00 € + 0,50 €). Bei einem Warenwert von 18,45 € ergibt sich ein Wechselgeld von 20,50 € − 18,45 € = 2,05 €. Why the other options are incorrect: • 1,55 €: 1,55 € wäre das Wechselgeld, wenn der Kunde nur mit dem 20-Euro-Schein gezahlt hätte (20,00 € − 18,45 € = 1,55 €). Das zusätzliche 50-Cent-Stück wurde nicht berücksichtigt. • 2,55 €: 2,55 € ist rechnerisch falsch und lässt sich aus dem gezahlten Betrag und dem Warenwert nicht korrekt herleiten. • 1,05 €: 1,05 € ist ebenfalls falsch. Dieser Betrag ergibt sich aus keiner zulässigen Rechenoperation mit den gegebenen Beträgen. -
Verkäufer
Ein Kunde möchte mit seiner Girocard (EC-Karte) per PIN-Verfahren zahlen. Was ist dabei die korrekte Vorgehensweise?
Richtig — A. Der Kunde gibt seine PIN ausschließlich selbst am PIN-Pad ein. Die PIN ist streng geheim und darf niemals an Dritte weitergegeben werden – auch nicht an Verkaufspersonal. Why the other options are incorrect: • Der Kunde nennt dem Verkäufer seine PIN, damit dieser sie eingibt.: Das Mitteilen der PIN an den Verkäufer ist ein schwerwiegender Sicherheitsverstoß und ermöglicht Missbrauch. • Der Verkäufer gibt die PIN ein, während der Kunde wegschaut.: Auch wenn der Kunde wegschaut, darf der Verkäufer die PIN niemals eingeben – das widerspricht den Sicherheitsrichtlinien der Kartensysteme. • Die PIN muss erst nach Abschluss des Buchungsvorgangs eingegeben werden.: Die PIN-Eingabe erfolgt während des Zahlungsvorgangs auf Aufforderung des Lesegeräts, nicht danach. -
Verkäufer
Wie viele Münzen ist ein Händler laut EU-Verordnung je Zahlungsvorgang maximal verpflichtet anzunehmen?
Richtig — C. Laut EU-Verordnung Nr. 974/98 ist kein Gläubiger verpflichtet, bei einer einzigen Zahlung mehr als 50 Münzen anzunehmen. Über diese Grenze hinaus kann ein Händler die Annahme ablehnen. Why the other options are incorrect: • Unbegrenzt viele, da Euro-Münzen uneingeschränkt gesetzliches Zahlungsmittel sind: Obwohl Euro-Münzen gesetzliches Zahlungsmittel sind, schränkt die EU-Verordnung die Annahmepflicht auf maximal 50 Münzen je Zahlungsvorgang ein. • Maximal 10 Münzen je Zahlung: Eine Begrenzung auf 10 Münzen existiert rechtlich nicht; die korrekte Grenze laut EU-Verordnung liegt bei 50 Münzen. • Maximal 25 Münzen, sofern der Gesamtbetrag 50 € nicht übersteigt: Weder eine 25-Münzen-Grenze noch ein Betragslimit von 50 € sind in der EU-Verordnung vorgesehen. -
Verkäufer
Was versteht man unter dem Service 'Cashback' an der Supermarktkasse?
Richtig — D. Beim Cashback-Service lässt sich der Kunde an der Supermarktkasse beim Kartenzahlen per Girocard einen gewünschten Barbetrag auszahlen. Dieser wird dem Warenwert aufgeschlagen und in einer Transaktion vom Konto abgebucht. Why the other options are incorrect: • Das Kassensystem berechnet automatisch den günstigsten Zahlungsweg für den Kunden: Die automatische Berechnung des günstigsten Zahlungswegs ist kein realer Kassendienst und hat mit dem Begriff Cashback nichts zu tun. • Der Händler erstattet dem Kunden nach dem Kauf einen Preisnachlass in bar: Das beschreibt einen Rabatt oder eine Gutschrift auf den Kaufpreis, nicht den Cashback-Service. Cashback bezeichnet die Barauszahlung an den Kunden, keinen Preisnachlass. • Der Kunde kann überschüssiges Bargeld an der Kasse auf sein Konto einzahlen lassen: Cashback bedeutet das Auszahlen von Geld an den Kunden, nicht das Einzahlen durch den Kunden. Eine Einzahlungsfunktion an der Supermarktkasse gibt es im Rahmen von Cashback nicht. -
Verkäufer
Was beschreibt der Begriff 'Tarifautonomie' im deutschen Arbeits- und Wirtschaftsrecht?
Richtig — C. Tarifautonomie bedeutet, dass die Sozialpartner – Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände – das Recht haben, Löhne, Gehälter und Arbeitsbedingungen in Tarifverträgen selbstständig und ohne staatliche Einmischung auszuhandeln (Art. 9 Abs. 3 GG). Why the other options are incorrect: • Der Staat legt Mindestlöhne und Arbeitsbedingungen durch Gesetz verbindlich und abschließend fest.: Der gesetzliche Mindestlohn ist eine staatliche Untergrenze, steht aber im Widerspruch zur Kernidee der Tarifautonomie, die gerade staatliche Eingriffe in die kollektive Lohnfindung ausschließt. • Unternehmen bestimmen Löhne und Arbeitszeiten einseitig ohne Mitsprache der Belegschaft.: Eine einseitige Festsetzung durch Unternehmen würde das Prinzip der kollektiven Verhandlung aushebeln – Tarifautonomie setzt gegenseitige Verhandlung beider Tarifparteien voraus. • Das Bundesarbeitsministerium genehmigt jeden Tarifvertrag vor seiner Inkraftsetzung.: Tarifverträge sind nicht genehmigungspflichtig – sie treten mit Unterzeichnung in Kraft, sofern sie den gesetzlichen Mindestanforderungen genügen. Keine Bundesbehörde muss zustimmen. -
Verkäufer
In welcher Phase des Konjunkturzyklus ist die Arbeitslosenquote typischerweise am höchsten und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen am niedrigsten?
Richtig — D. In der Rezession gehen Produktion und Beschäftigung zurück, die Arbeitslosenquote erreicht ihren Höchststand, und Unternehmen investieren kaum, da Nachfrage und Gewinnerwartungen auf niedrigem Niveau liegen. Why the other options are incorrect: • Boom (Hochkonjunktur): Im Boom ist die Wirtschaft auf dem Höhepunkt: Vollbeschäftigung, hohe Investitionsbereitschaft und starkes Wachstum kennzeichnen diese Phase – das Gegenteil einer Rezession. • Aufschwung (Expansion): Im Aufschwung steigen Beschäftigung und Investitionen bereits wieder an. Die Arbeitslosigkeit ist zwar noch erhöht, aber rückläufig – nicht auf dem Höchststand. • Erholung (Belebung): Die Erholungsphase folgt auf den Tiefpunkt der Krise: Erste Zeichen der Besserung sind erkennbar, Investitionen beginnen wieder anzuziehen, aber noch keine Vollbeschäftigung. -
Verkäufer
Welches der folgenden Merkmale ist typisch für eine Zentralverwaltungswirtschaft (Planwirtschaft)?
Richtig — C. In der Zentralverwaltungswirtschaft übernimmt der Staat die vollständige Steuerung der Wirtschaft: Er legt fest, was in welcher Menge zu welchem Preis produziert wird. Why the other options are incorrect: • Preisbildung erfolgt durch Angebot und Nachfrage auf dem Markt.: Die Preisbildung durch Angebot und Nachfrage ist ein Kennzeichen der Marktwirtschaft, nicht der Planwirtschaft. • Private Unternehmen konkurrieren frei miteinander.: Freier Wettbewerb privater Unternehmen ist ein Grundprinzip der (sozialen) Marktwirtschaft. • Verbraucher entscheiden autonom über ihren Konsum.: Konsumentensouveränität – also die freie Konsumentscheidung der Verbraucher – ist ein Merkmal der Marktwirtschaft. -
Verkäufer
Unter welcher Bedingung können Kinder beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eines Elternteils familienversichert sein?
Richtig — B. Kinder können bis zum 18. Lebensjahr grundsätzlich und bis zum 25. Lebensjahr bei Schul- oder Berufsausbildung beitragsfrei familienversichert sein, sofern ihr eigenes Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreitet. Why the other options are incorrect: • Das Kind darf das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und kein eigenes Einkommen erzielen.: Die Altersgrenze 18 Jahre gilt nur ohne Ausbildung; bei Schul- oder Berufsausbildung verlängert sich die Familienversicherung bis zum 25. Lebensjahr. • Die Familienversicherung gilt ausschließlich für leibliche Kinder, nicht für Adoptiv- oder Pflegekinder.: Auch Adoptiv- und Pflegekinder können unter den gleichen Voraussetzungen beitragsfrei familienversichert werden. • Das Kind muss zwingend im selben Haushalt wie der versicherte Elternteil wohnen.: Ein gemeinsamer Haushalt ist keine gesetzliche Voraussetzung für die Familienversicherung in der GKV. -
Verkäufer
Ein 45-jähriger Arbeitnehmer war in den letzten zwei Jahren durchgehend 24 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt und meldet sich nun arbeitslos. Wie lange hat er maximal Anspruch auf Arbeitslosengeld I?
Richtig — C. Die maximale Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I beträgt für Personen unter 50 Jahren 12 Monate. Diese Höchstdauer wird bei 24 Monaten versicherungspflichtiger Beschäftigung innerhalb der Rahmenfrist erreicht. Why the other options are incorrect: • 6 Monate: Eine Bezugsdauer von 6 Monaten entspräche einer Vorbeschäftigungszeit von lediglich 12 Monaten. Mit 24 Monaten Vorversicherungszeit hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die volle Höchstdauer von 12 Monaten. • 9 Monate: Eine Bezugsdauer von 9 Monaten entspricht 18 Monaten Vorversicherungszeit. Mit 24 Monaten Vorbeschäftigung besteht Anspruch auf 12 Monate ALG I. • 15 Monate: Eine Bezugsdauer von 15 Monaten steht erst Versicherten zu, die das 50. Lebensjahr vollendet haben und mindestens 30 Monate Vorversicherungszeit nachweisen können. -
Verkäufer
Ab welcher Betriebsgröße ist nach § 106 BetrVG zwingend ein Wirtschaftsausschuss zu bilden, und welche Hauptaufgabe hat er?
Richtig — C. Nach § 106 Abs. 1 BetrVG ist in Unternehmen mit in der Regel mehr als 100 ständig beschäftigten Arbeitnehmern ein Wirtschaftsausschuss zu bilden. Seine Aufgabe besteht darin, wirtschaftliche Angelegenheiten mit dem Unternehmer zu beraten und den Betriebsrat zu unterrichten. Why the other options are incorrect: • Ab 50 Arbeitnehmern; er verhandelt mit dem Arbeitgeber über Lohn- und Gehaltserhöhungen.: Die Schwelle von 50 Arbeitnehmern ist falsch; Lohnverhandlungen sind zudem Aufgabe der Tarifparteien, nicht des Wirtschaftsausschusses. • Ab 200 Arbeitnehmern; er überwacht die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz im Betrieb.: Die Grenze liegt bei 100, nicht bei 200 Arbeitnehmern. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz fallen in den Zuständigkeitsbereich des Arbeitsschutzausschusses, nicht des Wirtschaftsausschusses. • Ab 500 Arbeitnehmern; er entscheidet abschließend über Investitionen und die strategische Unternehmensplanung.: Die Grenze von 500 Arbeitnehmern ist zu hoch. Der Wirtschaftsausschuss hat ein Beratungs- und Informationsrecht, trifft jedoch keine verbindlichen Entscheidungen über Investitionen.
Verkäufer Beispielfragen
Tippe auf eine Frage, um die Antwort und eine verständliche Erklärung anzuzeigen.
Verkäufer Wie viele Münzen ist ein Händler laut EU-Verordnung je Zahlungsvorgang maximal verpflichtet anzunehmen?
A. Unbegrenzt viele, da Euro-Münzen uneingeschränkt gesetzliches Zahlungsmittel sind
B. Maximal 10 Münzen je Zahlung
C. Maximal 50 Münzen je Zahlung ✓
D. Maximal 25 Münzen, sofern der Gesamtbetrag 50 € nicht übersteigt
Richtig — C. Laut EU-Verordnung Nr. 974/98 ist kein Gläubiger verpflichtet, bei einer einzigen Zahlung mehr als 50 Münzen anzunehmen. Über diese Grenze hinaus kann ein Händler die Annahme ablehnen. Why the other options are incorrect: • Unbegrenzt viele, da Euro-Münzen uneingeschränkt gesetzliches Zahlungsmittel sind: Obwohl Euro-Münzen gesetzliches Zahlungsmittel sind, schränkt die EU-Verordnung die Annahmepflicht auf maximal 50 Münzen je Zahlungsvorgang ein. • Maximal 10 Münzen je Zahlung: Eine Begrenzung auf 10 Münzen existiert rechtlich nicht; die korrekte Grenze laut EU-Verordnung liegt bei 50 Münzen. • Maximal 25 Münzen, sofern der Gesamtbetrag 50 € nicht übersteigt: Weder eine 25-Münzen-Grenze noch ein Betragslimit von 50 € sind in der EU-Verordnung vorgesehen.
Verkäufer Was versteht man unter dem Service 'Cashback' an der Supermarktkasse?
A. Das Kassensystem berechnet automatisch den günstigsten Zahlungsweg für den Kunden
B. Der Händler erstattet dem Kunden nach dem Kauf einen Preisnachlass in bar
C. Der Kunde kann überschüssiges Bargeld an der Kasse auf sein Konto einzahlen lassen
D. Der Kunde erhält beim Bezahlen per Girocard auf Wunsch einen zusätzlichen Barbetrag ausgezahlt, der dem Einkaufsbetrag aufgeschlagen und zusammen abgebucht wird ✓
Richtig — D. Beim Cashback-Service lässt sich der Kunde an der Supermarktkasse beim Kartenzahlen per Girocard einen gewünschten Barbetrag auszahlen. Dieser wird dem Warenwert aufgeschlagen und in einer Transaktion vom Konto abgebucht. Why the other options are incorrect: • Das Kassensystem berechnet automatisch den günstigsten Zahlungsweg für den Kunden: Die automatische Berechnung des günstigsten Zahlungswegs ist kein realer Kassendienst und hat mit dem Begriff Cashback nichts zu tun. • Der Händler erstattet dem Kunden nach dem Kauf einen Preisnachlass in bar: Das beschreibt einen Rabatt oder eine Gutschrift auf den Kaufpreis, nicht den Cashback-Service. Cashback bezeichnet die Barauszahlung an den Kunden, keinen Preisnachlass. • Der Kunde kann überschüssiges Bargeld an der Kasse auf sein Konto einzahlen lassen: Cashback bedeutet das Auszahlen von Geld an den Kunden, nicht das Einzahlen durch den Kunden. Eine Einzahlungsfunktion an der Supermarktkasse gibt es im Rahmen von Cashback nicht.
Verkäufer Was beschreibt der Begriff 'Tarifautonomie' im deutschen Arbeits- und Wirtschaftsrecht?
A. Der Staat legt Mindestlöhne und Arbeitsbedingungen durch Gesetz verbindlich und abschließend fest.
B. Unternehmen bestimmen Löhne und Arbeitszeiten einseitig ohne Mitsprache der Belegschaft.
C. Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände verhandeln Löhne und Arbeitsbedingungen eigenständig ohne staatliche Einflussnahme. ✓
D. Das Bundesarbeitsministerium genehmigt jeden Tarifvertrag vor seiner Inkraftsetzung.
Richtig — C. Tarifautonomie bedeutet, dass die Sozialpartner – Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände – das Recht haben, Löhne, Gehälter und Arbeitsbedingungen in Tarifverträgen selbstständig und ohne staatliche Einmischung auszuhandeln (Art. 9 Abs. 3 GG). Why the other options are incorrect: • Der Staat legt Mindestlöhne und Arbeitsbedingungen durch Gesetz verbindlich und abschließend fest.: Der gesetzliche Mindestlohn ist eine staatliche Untergrenze, steht aber im Widerspruch zur Kernidee der Tarifautonomie, die gerade staatliche Eingriffe in die kollektive Lohnfindung ausschließt. • Unternehmen bestimmen Löhne und Arbeitszeiten einseitig ohne Mitsprache der Belegschaft.: Eine einseitige Festsetzung durch Unternehmen würde das Prinzip der kollektiven Verhandlung aushebeln – Tarifautonomie setzt gegenseitige Verhandlung beider Tarifparteien voraus. • Das Bundesarbeitsministerium genehmigt jeden Tarifvertrag vor seiner Inkraftsetzung.: Tarifverträge sind nicht genehmigungspflichtig – sie treten mit Unterzeichnung in Kraft, sofern sie den gesetzlichen Mindestanforderungen genügen. Keine Bundesbehörde muss zustimmen.
Verkäufer In welcher Phase des Konjunkturzyklus ist die Arbeitslosenquote typischerweise am höchsten und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen am niedrigsten?
A. Boom (Hochkonjunktur)
B. Aufschwung (Expansion)
C. Erholung (Belebung)
D. Rezession (Abschwung/Krise) ✓
Richtig — D. In der Rezession gehen Produktion und Beschäftigung zurück, die Arbeitslosenquote erreicht ihren Höchststand, und Unternehmen investieren kaum, da Nachfrage und Gewinnerwartungen auf niedrigem Niveau liegen. Why the other options are incorrect: • Boom (Hochkonjunktur): Im Boom ist die Wirtschaft auf dem Höhepunkt: Vollbeschäftigung, hohe Investitionsbereitschaft und starkes Wachstum kennzeichnen diese Phase – das Gegenteil einer Rezession. • Aufschwung (Expansion): Im Aufschwung steigen Beschäftigung und Investitionen bereits wieder an. Die Arbeitslosigkeit ist zwar noch erhöht, aber rückläufig – nicht auf dem Höchststand. • Erholung (Belebung): Die Erholungsphase folgt auf den Tiefpunkt der Krise: Erste Zeichen der Besserung sind erkennbar, Investitionen beginnen wieder anzuziehen, aber noch keine Vollbeschäftigung.
Verkäufer Welches der folgenden Merkmale ist typisch für eine Zentralverwaltungswirtschaft (Planwirtschaft)?
A. Preisbildung erfolgt durch Angebot und Nachfrage auf dem Markt.
B. Private Unternehmen konkurrieren frei miteinander.
C. Staatliche Behörden legen Produktionsziele und Preise fest. ✓
D. Verbraucher entscheiden autonom über ihren Konsum.
Richtig — C. In der Zentralverwaltungswirtschaft übernimmt der Staat die vollständige Steuerung der Wirtschaft: Er legt fest, was in welcher Menge zu welchem Preis produziert wird. Why the other options are incorrect: • Preisbildung erfolgt durch Angebot und Nachfrage auf dem Markt.: Die Preisbildung durch Angebot und Nachfrage ist ein Kennzeichen der Marktwirtschaft, nicht der Planwirtschaft. • Private Unternehmen konkurrieren frei miteinander.: Freier Wettbewerb privater Unternehmen ist ein Grundprinzip der (sozialen) Marktwirtschaft. • Verbraucher entscheiden autonom über ihren Konsum.: Konsumentensouveränität – also die freie Konsumentscheidung der Verbraucher – ist ein Merkmal der Marktwirtschaft.
Verkäufer Unter welcher Bedingung können Kinder beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eines Elternteils familienversichert sein?
A. Das Kind darf das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und kein eigenes Einkommen erzielen.
B. Das Kind darf grundsätzlich das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und kein eigenes Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze erzielen. ✓
C. Die Familienversicherung gilt ausschließlich für leibliche Kinder, nicht für Adoptiv- oder Pflegekinder.
D. Das Kind muss zwingend im selben Haushalt wie der versicherte Elternteil wohnen.
Richtig — B. Kinder können bis zum 18. Lebensjahr grundsätzlich und bis zum 25. Lebensjahr bei Schul- oder Berufsausbildung beitragsfrei familienversichert sein, sofern ihr eigenes Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreitet. Why the other options are incorrect: • Das Kind darf das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und kein eigenes Einkommen erzielen.: Die Altersgrenze 18 Jahre gilt nur ohne Ausbildung; bei Schul- oder Berufsausbildung verlängert sich die Familienversicherung bis zum 25. Lebensjahr. • Die Familienversicherung gilt ausschließlich für leibliche Kinder, nicht für Adoptiv- oder Pflegekinder.: Auch Adoptiv- und Pflegekinder können unter den gleichen Voraussetzungen beitragsfrei familienversichert werden. • Das Kind muss zwingend im selben Haushalt wie der versicherte Elternteil wohnen.: Ein gemeinsamer Haushalt ist keine gesetzliche Voraussetzung für die Familienversicherung in der GKV.
Verkäufer Ein 45-jähriger Arbeitnehmer war in den letzten zwei Jahren durchgehend 24 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt und meldet sich nun arbeitslos. Wie lange hat er maximal Anspruch auf Arbeitslosengeld I?
A. 6 Monate
B. 9 Monate
C. 12 Monate ✓
D. 15 Monate
Richtig — C. Die maximale Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I beträgt für Personen unter 50 Jahren 12 Monate. Diese Höchstdauer wird bei 24 Monaten versicherungspflichtiger Beschäftigung innerhalb der Rahmenfrist erreicht. Why the other options are incorrect: • 6 Monate: Eine Bezugsdauer von 6 Monaten entspräche einer Vorbeschäftigungszeit von lediglich 12 Monaten. Mit 24 Monaten Vorversicherungszeit hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die volle Höchstdauer von 12 Monaten. • 9 Monate: Eine Bezugsdauer von 9 Monaten entspricht 18 Monaten Vorversicherungszeit. Mit 24 Monaten Vorbeschäftigung besteht Anspruch auf 12 Monate ALG I. • 15 Monate: Eine Bezugsdauer von 15 Monaten steht erst Versicherten zu, die das 50. Lebensjahr vollendet haben und mindestens 30 Monate Vorversicherungszeit nachweisen können.
Verkäufer Ab welcher Betriebsgröße ist nach § 106 BetrVG zwingend ein Wirtschaftsausschuss zu bilden, und welche Hauptaufgabe hat er?
A. Ab 50 Arbeitnehmern; er verhandelt mit dem Arbeitgeber über Lohn- und Gehaltserhöhungen.
B. Ab 200 Arbeitnehmern; er überwacht die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz im Betrieb.
C. Ab 100 Arbeitnehmern; er berät wirtschaftliche Angelegenheiten mit dem Unternehmer und unterrichtet den Betriebsrat darüber. ✓
D. Ab 500 Arbeitnehmern; er entscheidet abschließend über Investitionen und die strategische Unternehmensplanung.
Richtig — C. Nach § 106 Abs. 1 BetrVG ist in Unternehmen mit in der Regel mehr als 100 ständig beschäftigten Arbeitnehmern ein Wirtschaftsausschuss zu bilden. Seine Aufgabe besteht darin, wirtschaftliche Angelegenheiten mit dem Unternehmer zu beraten und den Betriebsrat zu unterrichten. Why the other options are incorrect: • Ab 50 Arbeitnehmern; er verhandelt mit dem Arbeitgeber über Lohn- und Gehaltserhöhungen.: Die Schwelle von 50 Arbeitnehmern ist falsch; Lohnverhandlungen sind zudem Aufgabe der Tarifparteien, nicht des Wirtschaftsausschusses. • Ab 200 Arbeitnehmern; er überwacht die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz im Betrieb.: Die Grenze liegt bei 100, nicht bei 200 Arbeitnehmern. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz fallen in den Zuständigkeitsbereich des Arbeitsschutzausschusses, nicht des Wirtschaftsausschusses. • Ab 500 Arbeitnehmern; er entscheidet abschließend über Investitionen und die strategische Unternehmensplanung.: Die Grenze von 500 Arbeitnehmern ist zu hoch. Der Wirtschaftsausschuss hat ein Beratungs- und Informationsrecht, trifft jedoch keine verbindlichen Entscheidungen über Investitionen.
Über den Verkäufer Test
Datenschutz: https://flysky-privacy.pages.dev
Inoffizielle Lern- und Übungs-App. Nicht mit einer Prüfungs-/IHK-Stelle oder Behörde verbunden. Nur zu Lernzwecken; garantiert kein Bestehen einer Prüfung.
Das wird geprüft
- Die zentralen Themen und Fachbegriffe der Prüfung
- Vorschriften, Normen und bewährte Verfahren
- Praxisnahe Szenarien und die richtige Reaktion
- Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
So hilft dir TheoryPractice beim Bestehen
- Prüfungsnahe Fragen mit sofortigen, detaillierten Erklärungen
- Vollständige zeitbegrenzte Mock-Tests im Format der echten Prüfung
- Karteikarten & Quiz-Modus aus derselben Fragenbank
- Fortschrittsübersicht, damit du weißt, wann du bereit bist
Themen in dieser Fragenbank
Die zentralen Themen und Fachbegriffe der Prüfung
Vorschriften, Normen und bewährte Verfahren
Praxisnahe Szenarien und die richtige Reaktion
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Vollständige Verkäufer Fragenbank + unbegrenzte Mock-Tests
Teste 30 Fragen kostenlos. Schalte die vollständige Verkäufer Fragenbank, alle Erklärungen und unbegrenzte zeitbegrenzte Mock-Tests frei. Übe auf jedem Gerät.
Verkäufer freischalten →