NiSV StrahlenschutzTeil 3 von 3

NiSV Strahlenschutz Prüfungsfragen & Antworten 2026 (21–30)

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  1. Q21Warum gilt das Auge als besonders gefährdet bei Laserstrahlung im Wellenlängenbereich von 400 bis 1400 nm?

    • AWeil das Auge keine Möglichkeit besitzt, auf Licht zu reagieren, und daher keine Schutzreflexe auslöst
    • BWeil in diesem Spektralbereich Strahlung die Hornhaut vollständig absorbiert und zu sofortigen Verbrennungen führt
    • CWeil die Augenmedien (Linse, Glaskörper) für diese Strahlung weitgehend transparent sind und sie auf der Netzhaut fokussiert wird, was zu irreversiblen Schäden führen kann
    • DWeil das Auge in diesem Bereich Strahlung verstärkt und an die Umgebung abgibt
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    ✓ Richtige Antwort: C. Weil die Augenmedien (Linse, Glaskörper) für diese Strahlung weitgehend transparent sind und sie auf der Netzhaut fokussiert wird, was zu irreversiblen Schäden führen kann

    Im retinalen Gefahrenbereich (400–1400 nm) ist der Augapfel für die Strahlung transparent. Die Linse fokussiert das Licht auf die Netzhaut und erhöht die Bestrahlungsstärke um den Faktor 100.000–500.000, was auch bei geringer Leistung zu irreversiblen Netzhautschäden führen kann. Why the other options are incorrect: • Weil das Auge keine Möglichkeit besitzt, auf Licht zu reagieren, und daher keine Schutzreflexe auslöst: Das Auge verfügt über den Lidschlussreflex als Schutzreaktion. Dieser greift jedoch bei Laserleistungen der Klassen 3B und 4 zu langsam, um einen Schaden zu verhindern. • Weil in diesem Spektralbereich Strahlung die Hornhaut vollständig absorbiert und zu sofortigen Verbrennungen führt: Im Bereich 400–1400 nm wird Strahlung nicht von der Hornhaut absorbiert, sondern durchdringt die Augenmedien. Hornhautabsorption ist charakteristisch für UV (<300 nm) und weit-IR (>1400 nm). • Weil das Auge in diesem Bereich Strahlung verstärkt und an die Umgebung abgibt: Das Auge verstärkt keine Strahlung und gibt sie nicht ab – es fokussiert eingehende Strahlung auf die Netzhaut, was das Schadenspotenzial erhöht, aber keine Emission darstellt.

  2. Q22Der CO2-Laser (Wellenlänge 10.600 nm) wird zur ablativen Hautbehandlung eingesetzt. Welcher Absorptionsmechanismus erklärt seine gewebeverdampfende Wirkung?

    • ASelektive Absorption durch Melanin in der Basalschicht der Epidermis
    • BStarke Absorption durch Wassermoleküle in den Gewebezellen
    • CGezielte Absorption durch Oxyhämoglobin in den oberflächlichen Kapillaren
    • DDirekte Absorption durch DNA-Moleküle in den Zellkernen
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    ✓ Richtige Antwort: B. Starke Absorption durch Wassermoleküle in den Gewebezellen

    Die Wellenlänge 10.600 nm liegt im fernen Infrarotbereich und wird nahezu vollständig von Wasser absorbiert. Da lebende Zellen zu 70–80 % aus Wasser bestehen, kommt es zu schlagartiger intrazellulärer Erhitzung, Verdampfung des Zellwassers und Gewebsvaporisation. Der CO2-Laser wirkt damit an jeder Gewebeart unabhängig vom Hauttyp. Why the other options are incorrect: • Selektive Absorption durch Melanin in der Basalschicht der Epidermis: Melanin absorbiert vorwiegend im UV- und sichtbaren Spektralbereich (200–700 nm). Bei 10.600 nm ist die Melaninabsorption vernachlässigbar; der CO2-Laser kann daher auch bei hellem Hauttyp ohne erhöhte Melanin-Gefahr eingesetzt werden. • Gezielte Absorption durch Oxyhämoglobin in den oberflächlichen Kapillaren: Oxyhämoglobin absorbiert charakteristisch im sichtbaren Lichtbereich (420–600 nm), nicht im fernen Infrarot. Der CO2-Laser ist daher kein Instrument zur selektiven Gefäßbehandlung. • Direkte Absorption durch DNA-Moleküle in den Zellkernen: DNA absorbiert stark im UV-Bereich (insbesondere bei 260 nm). Ferninfrarotstrahlung des CO2-Lasers wird nicht spezifisch von DNA-Molekülen absorbiert und erzeugt keine direkten DNA-Schäden.

  3. Q23Welche Zellen der Dermis sind hauptverantwortlich für die Synthese von Kollagen und Elastin sowie die Produktion von Glykosaminoglykanen wie Hyaluronsäure?

    • AMastzellen, da sie Wachstumsfaktoren und Mediatoren für den dermalen Gewebeumbau sezernieren
    • BMelanozyten, da sie neben Melanin auch strukturelle Proteine der extrazellulären Matrix bilden
    • CFibroblasten, da sie als dominante Zellen der Dermis sämtliche Hauptkomponenten der extrazellulären Matrix synthetisieren
    • DKeratinozyten, da sie über desmosomale Verbindungen die mechanische Integrität des Gesamtgewebes sichern
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    ✓ Richtige Antwort: C. Fibroblasten, da sie als dominante Zellen der Dermis sämtliche Hauptkomponenten der extrazellulären Matrix synthetisieren

    Fibroblasten sind die zentralen synthetisierenden Zellen der Dermis. Sie produzieren Kollagen (v. a. Typ I und III), Elastin sowie Glykosaminoglykane wie Hyaluronsäure und Chondroitinsulfat. Damit bestimmen sie Zugfestigkeit, Elastizität und Wasserbindungsvermögen der Haut. Nach Laserbehandlungen werden Fibroblasten durch Wärmereize zur Kollagenneubildung stimuliert. Why the other options are incorrect: • Mastzellen, da sie Wachstumsfaktoren und Mediatoren für den dermalen Gewebeumbau sezernieren: Mastzellen sezernieren Histamin, Heparin und Entzündungsmediatoren. Sie modulieren Entzündungsreaktionen, produzieren aber selbst kein Kollagen, Elastin oder Hyaluronsäure. • Melanozyten, da sie neben Melanin auch strukturelle Proteine der extrazellulären Matrix bilden: Melanozyten befinden sich überwiegend in der Epidermis und sind auf die Melaninsynthese spezialisiert – sie synthetisieren keine Matrixproteine der Dermis. • Keratinozyten, da sie über desmosomale Verbindungen die mechanische Integrität des Gesamtgewebes sichern: Keratinozyten sind Epithelzellen der Epidermis, die Keratin produzieren. Desmosomen verbinden Keratinozyten untereinander in der Epidermis – Kollagen- und Elastinsynthese gehört nicht zu ihren Aufgaben.

  4. Q24Welche Reaktion auf Sonnenbestrahlung kennzeichnet Fitzpatrick-Hauttyp I?

    • AVerbrennt selten, bräunt immer
    • BVerbrennt immer, bräunt nie
    • CVerbrennt manchmal, bräunt gut
    • DVerbrennt nie, sehr dunkle Grundpigmentierung
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    ✓ Richtige Antwort: B. Verbrennt immer, bräunt nie

    Fitzpatrick-Typ I ist durch eine extrem helle Haut, häufig rote oder blonde Haare und helle Augen gekennzeichnet. Die Haut verbrennt bei jeder UV-Exposition und bräunt nie, da kaum Eumelanin produziert werden kann. Why the other options are incorrect: • Verbrennt selten, bräunt immer: Selten verbrennen und immer bräunen entspricht Fitzpatrick-Typ IV mit olivfarbener Haut und guter Pigmentierungsfähigkeit. • Verbrennt manchmal, bräunt gut: Manchmal verbrennen und gut bräunen beschreibt Fitzpatrick-Typ III mit mittelbraunem Teint. • Verbrennt nie, sehr dunkle Grundpigmentierung: Nie verbrennen und sehr dunkle Grundpigmentierung ist charakteristisch für Fitzpatrick-Typ VI mit dunkelbrauner bis schwarzer Haut.

  5. Q25Warum besteht bei Fitzpatrick-Hauttypen V und VI ein erhöhtes Risiko für behandlungsinduzierte Hyperpigmentierungen nach Laser- oder IPL-Anwendungen?

    • AWeil diese Hauttypen weniger Melanin enthalten und daher empfindlicher auf Temperaturveränderungen reagieren
    • BWeil die Dermis bei dunklen Hauttypen dünner ist und Wärme schlechter ableiten kann
    • CWeil der hohe epidermale Melaningehalt einen größeren Anteil der Behandlungsenergie absorbiert und die Basalschicht stärker erwärmt
    • DWeil bei diesen Hauttypen keine Schutzpigmentierung vorhanden ist
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    ✓ Richtige Antwort: C. Weil der hohe epidermale Melaningehalt einen größeren Anteil der Behandlungsenergie absorbiert und die Basalschicht stärker erwärmt

    Bei Hauttypen V–VI ist die Melaninkonzentration in der Epidermis deutlich erhöht. Da Melanin das Hauptchromophor für Laser- und IPL-Energie ist, wird ein großer Anteil der eingebrachten Energie bereits in der Basalschicht absorbiert, was zu thermischen Schäden und postinflammatorischer Hyperpigmentierung führen kann. Why the other options are incorrect: • Weil diese Hauttypen weniger Melanin enthalten und daher empfindlicher auf Temperaturveränderungen reagieren: Das Gegenteil ist richtig: Hauttypen V–VI haben mehr Melanin – genau dieser erhöhte Melaningehalt verursacht die verstärkte Energieabsorption in der Epidermis. • Weil die Dermis bei dunklen Hauttypen dünner ist und Wärme schlechter ableiten kann: Die Dermisdicke variiert zwischen Individuen, ist aber kein wesentlicher Faktor für das Hyperpigmentierungsrisiko; entscheidend ist der epidermale Melaningehalt. • Weil bei diesen Hauttypen keine Schutzpigmentierung vorhanden ist: Hauttypen V–VI besitzen ausgeprägte Schutzpigmentierung – das ist gerade das Problem, da dieses Melanin die Behandlungsenergie konkurrierend zum Zielchromophor absorbiert.

  6. Q26Welche Schichtenfolge der Epidermis ist – von innen nach außen – korrekt?

    • AStratum corneum → Stratum granulosum → Stratum spinosum → Stratum basale
    • BStratum basale → Stratum spinosum → Stratum granulosum → Stratum corneum
    • CStratum basale → Stratum granulosum → Stratum spinosum → Stratum corneum
    • DStratum spinosum → Stratum basale → Stratum granulosum → Stratum corneum
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    ✓ Richtige Antwort: B. Stratum basale → Stratum spinosum → Stratum granulosum → Stratum corneum

    Die korrekte Reihenfolge von innen (basal) nach außen lautet: Stratum basale → Stratum spinosum → Stratum granulosum → (Stratum lucidum an Handinnenflächen/Fußsohlen) → Stratum corneum. Keratinozyten differenzieren sich auf diesem Weg zur verhornten Oberschicht. Why the other options are incorrect: • Stratum corneum → Stratum granulosum → Stratum spinosum → Stratum basale: Diese Reihenfolge beschreibt die Epidermis von außen nach innen (umgekehrt) und ist damit anatomisch falsch. • Stratum basale → Stratum granulosum → Stratum spinosum → Stratum corneum: Hier sind Stratum spinosum und Stratum granulosum vertauscht. Das Stratum spinosum liegt direkt über dem Stratum basale, das Stratum granulosum befindet sich darüber. • Stratum spinosum → Stratum basale → Stratum granulosum → Stratum corneum: Das Stratum basale liegt immer ganz innen (der Dermis anliegend); diese Reihenfolge ist anatomisch nicht korrekt.

  7. Q27Bei welcher Situation ist das Tragen von Schutzhandschuhen für die Behandlungsperson beim Einsatz eines ablativen Lasers sinnvoll und empfohlen?

    • AStets dann, wenn die Hände der Behandlungsperson in die Nähe des Strahlengangs gelangen könnten, da Handschuhe den Laserstrahl zuverlässig abschirmen
    • BAusschließlich bei Kundinnen oder Kunden mit bekannter Hautinfektion oder übertragbarer Erkrankung
    • CBei ablativen Behandlungen, um Kontamination durch biologisches Material und Partikel aus dem Laserrauch zu vermeiden
    • DSchutzhandschuhe sind beim Lasereinsatz grundsätzlich überflüssig, da die Hände nie in den Strahlengang geraten
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    ✓ Richtige Antwort: C. Bei ablativen Behandlungen, um Kontamination durch biologisches Material und Partikel aus dem Laserrauch zu vermeiden

    Bei ablativen Laserbehandlungen wird Gewebe abgetragen und es entsteht Plume mit biologischen Partikeln, die auf die Hände des Personals gelangen können. Schutzhandschuhe schützen vor dieser Kontamination und entsprechen dem allgemeinen Hygienegebot im Umgang mit biologischem Material. Why the other options are incorrect: • Stets dann, wenn die Hände der Behandlungsperson in die Nähe des Strahlengangs gelangen könnten, da Handschuhe den Laserstrahl zuverlässig abschirmen: Standard-Schutzhandschuhe (z. B. Nitril- oder Latexhandschuhe) bieten keinen verlässlichen Schutz vor Laserstrahlung und werden nicht aus diesem Grund getragen, sondern wegen der Kontaminationsgefahr durch den Plume. • Ausschließlich bei Kundinnen oder Kunden mit bekannter Hautinfektion oder übertragbarer Erkrankung: Biologische Partikel im Laserrauch gelten grundsätzlich als potenziell infektiös, unabhängig von bekannten Vorerkrankungen der Kundin oder des Kunden. Der Handschuhschutz ist daher nicht auf Risikofälle beschränkt. • Schutzhandschuhe sind beim Lasereinsatz grundsätzlich überflüssig, da die Hände nie in den Strahlengang geraten: Auch wenn die Hände nicht in den Strahlengang geraten, können Gewebepartikel aus dem Plume auf die Hände gelangen und ein Infektionsrisiko darstellen. Handschuhe sind daher keine überflüssige Maßnahme.

  8. Q28Welchen Atemschutz sollte die Behandlungsperson bei einer ablativen Er:YAG-Laserbehandlung (2940 nm) zusätzlich zum Laserrauchsauger tragen?

    • AEinen einfachen Mund-Nasen-Schutz (medizinische Maske), da dieser ausreicht, um grobe Rußpartikel zurückzuhalten
    • BKeinen gesonderten Atemschutz, da der Laserrauchsauger alle gesundheitsgefährdenden Partikel vollständig und zuverlässig beseitigt
    • CEine FFP2- oder FFP3-Atemschutzmaske, um Feinpartikel, biologische Aerosole und potenziell karzinogene Substanzen im Laserrauch zu filtern
    • DEine Gasschutzmaske mit Aktivkohlefilter, die bei allen Laserbehandlungen gesetzlich vorgeschrieben ist
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    ✓ Richtige Antwort: C. Eine FFP2- oder FFP3-Atemschutzmaske, um Feinpartikel, biologische Aerosole und potenziell karzinogene Substanzen im Laserrauch zu filtern

    Laserrauch enthält ultrafeine Partikel (< 1 µm), biologische Aerosole (z. B. DNS-Fragmente) und kanzerogene Substanzen. Eine FFP2- oder FFP3-Maske filtert diese Partikelgrößen zuverlässig und ergänzt den Laserrauchsauger als wichtige Schutzmaßnahme an der Atemzone der Behandlungsperson. Why the other options are incorrect: • Einen einfachen Mund-Nasen-Schutz (medizinische Maske), da dieser ausreicht, um grobe Rußpartikel zurückzuhalten: Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz filtert keine ultrafeinen Partikel (< 1 µm) und bietet daher keinen ausreichenden Schutz vor den im Laserrauch enthaltenen gesundheitsgefährdenden Aerosolen und Nanopartikeln. • Keinen gesonderten Atemschutz, da der Laserrauchsauger alle gesundheitsgefährdenden Partikel vollständig und zuverlässig beseitigt: Laserrauchsauger reduzieren die Konzentration von Laserrauch erheblich, können jedoch nicht garantieren, dass alle Partikel direkt an der Atemzone der Behandlungsperson vollständig beseitigt werden; ein zusätzlicher Atemschutz ist daher sinnvoll. • Eine Gasschutzmaske mit Aktivkohlefilter, die bei allen Laserbehandlungen gesetzlich vorgeschrieben ist: Gasschutzmasken mit Aktivkohlefilter sind speziell für chemische Dämpfe und Gase konzipiert; für den Partikelschutz bei Laserrauch sind partikelfilternde Halbmasken (FFP2/FFP3) besser geeignet. Eine gesetzliche Pflicht zur Gasschutzmaske bei Laserbehandlungen besteht nicht generell.

  9. Q29Wer darf grundsätzlich Einsicht in die Behandlungsdokumentation einer Kundin nehmen?

    • AAlle Mitarbeiter des Studios ohne jede Einschränkung
    • BJede Person, die sich als Arzt oder Therapeut ausweist
    • CDie Kundin selbst sowie Personen, denen sie die Einsicht ausdrücklich und nachweislich genehmigt hat
    • DBehörden haben jederzeit und ohne gesonderte Genehmigung ein unbeschränktes Einsichtsrecht
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    ✓ Richtige Antwort: C. Die Kundin selbst sowie Personen, denen sie die Einsicht ausdrücklich und nachweislich genehmigt hat

    Behandlungsunterlagen unterliegen dem Datenschutz. Einsicht darf nur die Kundin selbst oder Personen nehmen, denen sie explizit und schriftlich zugestimmt hat. Dritte benötigen eine Schweigepflichtentbindung oder eine gesetzliche Rechtsgrundlage. Why the other options are incorrect: • Alle Mitarbeiter des Studios ohne jede Einschränkung: Der Datenzugang muss auf das notwendige Personal beschränkt sein. Unbeschränkter Zugriff aller Mitarbeiter verstößt gegen den datenschutzrechtlichen Grundsatz der Datensparsamkeit. • Jede Person, die sich als Arzt oder Therapeut ausweist: Auch Ärzte und Therapeuten benötigen eine Schweigepflichtentbindung durch die Kundin oder eine gesetzliche Grundlage, bevor sie Einsicht nehmen dürfen. • Behörden haben jederzeit und ohne gesonderte Genehmigung ein unbeschränktes Einsichtsrecht: Behörden haben nur in klar gesetzlich geregelten Ausnahmefällen – etwa bei Strafverfolgung mit richterlichem Beschluss – ein Einsichtsrecht, nicht generell und jederzeit.

  10. Q30Wozu dient eine fotografische Dokumentation des Behandlungsbereichs vor einer IPL-Behandlungsserie?

    • AAusschließlich zu Marketingzwecken – Vorher-Nachher-Fotos für die Werbung
    • BAls Nachweis des Ausgangsbefundes und zur objektiven Verlaufskontrolle der Behandlung
    • CSie ist behördlich vorgeschrieben und muss monatlich an die zuständige Behörde übermittelt werden
    • DZur anonymisierten Weitergabe an andere Behandler ohne gesonderte Einwilligung
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    ✓ Richtige Antwort: B. Als Nachweis des Ausgangsbefundes und zur objektiven Verlaufskontrolle der Behandlung

    Fotografische Dokumentation vor der Behandlung dient der Feststellung des Ausgangszustandes (z. B. bestehende Pigmentflecken, Hauttextur) und ermöglicht eine objektive Verlaufskontrolle sowie den Nachweis, dass bestimmte Befunde bereits vor der Behandlung vorhanden waren. Why the other options are incorrect: • Ausschließlich zu Marketingzwecken – Vorher-Nachher-Fotos für die Werbung: Marketing ist kein zulässiger Dokumentationszweck ohne gesonderte Einwilligung. Die primäre Funktion der Fotodokumentation ist die medizinisch-rechtliche Absicherung, nicht die Werbung. • Sie ist behördlich vorgeschrieben und muss monatlich an die zuständige Behörde übermittelt werden: Es gibt keine behördliche Meldepflicht für Behandlungsfotos. Die Fotodokumentation dient der internen Qualitätssicherung und rechtlichen Absicherung des Behandlers. • Zur anonymisierten Weitergabe an andere Behandler ohne gesonderte Einwilligung: Die Weitergabe von Patientenfotos an Dritte ohne ausdrückliche Einwilligung des Kunden verstößt gegen Datenschutzrecht (DSGVO) und das Recht am eigenen Bild.

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