StartseiteSchutz Sicherheit IHK 2026Fragen 11–20
Schutz Sicherheit IHKTeil 2 von 3

Schutz Sicherheit IHK Prüfungsfragen & Antworten 2026 (11–20)

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  1. Q11Ein neu eingestellter Sicherheitsmitarbeiter soll einen Arbeitsvertrag unterzeichnen, der eine Klausel enthält, wonach er nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zeitlich und örtlich unbegrenzt in keinem anderen Unternehmen der Sicherheitsbranche tätig werden darf. Welche rechtliche Folge hat diese Klausel nach dem BGB?

    • ADie Klausel ist nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, weil sie gegen die guten Sitten verstößt und das berufliche Fortkommen unzumutbar einschränkt
    • BDie Klausel ist wirksam, da Vertragsfreiheit besteht und beide Parteien unterschrieben haben
    • CDie Klausel ist zunächst wirksam, kann aber vom Mitarbeiter durch Anfechtung beseitigt werden
    • DDie Klausel ist nur unwirksam, wenn sie nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde
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    ✓ Richtige Antwort: A. Die Klausel ist nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, weil sie gegen die guten Sitten verstößt und das berufliche Fortkommen unzumutbar einschränkt

    § 138 Abs. 1 BGB erklärt Rechtsgeschäfte, die gegen die guten Sitten verstoßen, für nichtig. Ein zeitlich und örtlich unbegrenztes nachvertragliches Wettbewerbsverbot, das den Arbeitnehmer dauerhaft von der Berufsausübung ausschließt, ist sittenwidrig und damit von Anfang an (ex tunc) nichtig – ohne dass eine Anfechtung erforderlich wäre. Why the other options are incorrect: • Die Klausel ist wirksam, da Vertragsfreiheit besteht und beide Parteien unterschrieben haben: Die Vertragsfreiheit findet ihre Grenze im Gesetz. Nach § 138 BGB sind sittenwidrige Rechtsgeschäfte kraft Gesetzes nichtig; eine Unterschrift kann Sittenwidrigkeit nicht heilen. • Die Klausel ist zunächst wirksam, kann aber vom Mitarbeiter durch Anfechtung beseitigt werden: Sittenwidrige Klauseln sind nach § 138 BGB von Anfang an nichtig, nicht lediglich anfechtbar. Es bedarf keiner Anfechtungserklärung; die Nichtigkeit tritt automatisch ein. • Die Klausel ist nur unwirksam, wenn sie nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde: Das Schriftformerfordernis ist keine Voraussetzung der Nichtigkeit nach § 138 BGB. Die Sittenwidrigkeit führt unabhängig von der eingehaltenen Form zur Nichtigkeit.

  2. Q12Welche zwei Parameter werden in einer Risikomatrix zur Risikobewertung miteinander kombiniert?

    • APersonalkosten und zu erwartender Sachschaden
    • BEintrittswahrscheinlichkeit eines Schadensereignisses und dessen Schadensausmaß
    • CAnzahl der Mitarbeiter und Grundfläche des Objekts
    • DInterventionszeit der Sicherheitskraft und Stärke der baulichen Sicherung
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    ✓ Richtige Antwort: B. Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadensereignisses und dessen Schadensausmaß

    Eine Risikomatrix bewertet jedes identifizierte Risiko anhand zweier Achsen: der Eintrittswahrscheinlichkeit (wie wahrscheinlich ist das Ereignis?) und dem Schadensausmaß (wie groß wäre der Schaden?). Das Produkt beider Faktoren ergibt den Risikowert und bestimmt die Priorisierung von Schutzmaßnahmen. Why the other options are incorrect: • Personalkosten und zu erwartender Sachschaden: Personalkosten sind ein betriebswirtschaftlicher Planungsfaktor, kein Parameter der Risikobewertungsmatrix. • Anzahl der Mitarbeiter und Grundfläche des Objekts: Mitarbeiterzahl und Gebäudegröße sind objektbeschreibende Daten, keine Risikobewertungsdimensionen. • Interventionszeit der Sicherheitskraft und Stärke der baulichen Sicherung: Interventions- und Widerstandszeit fließen in die Maßnahmenplanung ein, nicht in die primäre Risikobewertung der Matrix.

  3. Q13Welche Angabe muss ein vollständiger Alarm- und Notfallplan im Rahmen eines Sicherheitskonzepts zwingend enthalten?

    • AKlar definierte Alarmierungsketten mit konkreten Zuständigkeiten, Meldeweg, Verhaltensregeln für verschiedene Szenarien sowie Kontaktdaten aller Notfallansprechpartner
    • BAusschließlich die Telefonnummern der zuständigen Polizeidienststelle und der Feuerwehr
    • CNur die technischen Spezifikationen der eingesetzten Einbruchmelde- und Brandmeldeanlage
    • DLediglich eine allgemeine Beschreibung des Objekts und seiner Lage ohne szenariospezifische Handlungsanweisungen
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    ✓ Richtige Antwort: A. Klar definierte Alarmierungsketten mit konkreten Zuständigkeiten, Meldeweg, Verhaltensregeln für verschiedene Szenarien sowie Kontaktdaten aller Notfallansprechpartner

    Ein wirksamer Alarm- und Notfallplan muss szenariospezifisch sein und klare Handlungsanweisungen, Zuständigkeiten, Meldewege und Kontaktdaten enthalten, damit alle Beteiligten im Ernstfall schnell und koordiniert handeln können. Why the other options are incorrect: • Ausschließlich die Telefonnummern der zuständigen Polizeidienststelle und der Feuerwehr: Notfallnummern sind notwendig, aber bei Weitem nicht ausreichend; ohne Handlungsanweisungen und Zuständigkeiten entsteht im Ernstfall Chaos. • Nur die technischen Spezifikationen der eingesetzten Einbruchmelde- und Brandmeldeanlage: Technische Spezifikationen der Anlagen gehören zur Technischen Dokumentation, nicht zum Alarm- und Notfallplan, der verhaltensorientiert sein muss. • Lediglich eine allgemeine Beschreibung des Objekts und seiner Lage ohne szenariospezifische Handlungsanweisungen: Eine bloße Objektbeschreibung ohne Handlungsanweisungen erfüllt nicht die Anforderung an einen Notfallplan und wäre im Einsatz wertlos.

  4. Q14Welche Funktionsweise beschreibt einen Passiv-Infrarot-Melder (PIR) im Rahmen einer Einbruchmeldeanlage korrekt?

    • AEr registriert die Wärmestrahlung von sich bewegenden Personen im Überwachungsbereich und löst bei Erkennung Alarm aus.
    • BEr erzeugt einen unsichtbaren Lichtstrahl und löst Alarm aus, sobald dieser unterbrochen wird.
    • CEr misst Schwingungen an Wänden und Decken und erkennt so Durchbruchversuche von außen.
    • DEr überwacht den Öffnungszustand von Türen und Fenstern mittels Magnetkontakten.
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    ✓ Richtige Antwort: A. Er registriert die Wärmestrahlung von sich bewegenden Personen im Überwachungsbereich und löst bei Erkennung Alarm aus.

    Ein PIR-Melder (Passiv-Infrarot) detektiert die vom menschlichen Körper abgegebene Infrarotstrahlung (Wärme). Bewegt sich eine Person durch den Überwachungsbereich, verändert sich das Wärmebild im Sichtfeld des Melders, was den Alarm auslöst. Why the other options are incorrect: • Er erzeugt einen unsichtbaren Lichtstrahl und löst Alarm aus, sobald dieser unterbrochen wird.: Das beschreibt eine Lichtschranke (aktiver Infrarotmelder), nicht einen Passiv-Infrarot-Melder. • Er misst Schwingungen an Wänden und Decken und erkennt so Durchbruchversuche von außen.: Das beschreibt einen Körperschallmelder, der mechanische Erschütterungen auswertet. • Er überwacht den Öffnungszustand von Türen und Fenstern mittels Magnetkontakten.: Das beschreibt einen Öffnungsmelder mit Reedkontakt, der für Türen und Fenster eingesetzt wird.

  5. Q15Was versteht man im Objektschutz unter einer 'Personenschleuse' (auch als Mantrap bezeichnet)?

    • AEine Zugangskontrollvorrichtung, bei der eine zweite Tür erst öffnet, wenn die erste vollständig geschlossen ist, sodass sich nur eine Person gleichzeitig im Schleusenkörper befinden kann
    • BEin gesicherter Notausgang, der ausschließlich für Rettungskräfte im Brandfall zugänglich ist
    • CEine Wartezone für nicht vorangemeldete Besucher vor dem Sicherheitsempfang
    • DEin abgesperrter Bereich innerhalb eines Objekts, der ausschließlich Sicherheitspersonal vorbehalten ist
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    ✓ Richtige Antwort: A. Eine Zugangskontrollvorrichtung, bei der eine zweite Tür erst öffnet, wenn die erste vollständig geschlossen ist, sodass sich nur eine Person gleichzeitig im Schleusenkörper befinden kann

    Eine Personenschleuse (Mantrap) ist eine Sicherheitsschleuse, die physisch sicherstellt, dass immer nur eine Person gleichzeitig in den gesicherten Bereich eintreten kann. Die zweite Tür öffnet erst, wenn die erste wieder geschlossen ist – so wird Tailgating (unbefugtes Mitschleusen einer weiteren Person) wirksam verhindert. Why the other options are incorrect: • Ein gesicherter Notausgang, der ausschließlich für Rettungskräfte im Brandfall zugänglich ist: Ein gesicherter Notausgang für Rettungskräfte ist ein brandschutztechnisches Element ohne Funktion als reguläre Zugangskontrolle. Er dient dem Personenabfluss, nicht der Zutrittsbeschränkung. • Eine Wartezone für nicht vorangemeldete Besucher vor dem Sicherheitsempfang: Eine Besucherwartebereich ist eine organisatorische Maßnahme am Empfang, aber keine technische Schleuse, die die simultane Durchschleusung mehrerer Personen physisch unterbindet. • Ein abgesperrter Bereich innerhalb eines Objekts, der ausschließlich Sicherheitspersonal vorbehalten ist: Ein exklusiver Sicherheitsbereich ist eine Zutrittsbeschränkung nach Berechtigung, aber keine Schleuse. Der Begriff bezeichnet keinen technischen Mechanismus zur Einzelpersonenkontrolle.

  6. Q16Worin liegt der wesentliche Unterschied zwischen 'Zugangskontrolle' und 'Zutrittskontrolle' im Sicherheitswesen?

    • AZugangskontrolle betrifft ausschließlich Fahrzeuge, Zutrittskontrolle ausschließlich Personen
    • BBeide Begriffe sind rechtlich identisch und werden synonym verwendet
    • CZugangskontrolle regelt das Erreichen eines Geländes (Außenbereich), Zutrittskontrolle das Betreten von Gebäuden und Räumen
    • DZugangskontrolle ist stets eine technische Maßnahme, Zutrittskontrolle eine rein organisatorische
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    ✓ Richtige Antwort: C. Zugangskontrolle regelt das Erreichen eines Geländes (Außenbereich), Zutrittskontrolle das Betreten von Gebäuden und Räumen

    Im deutschen Sicherheitswesen bezeichnet 'Zugangskontrolle' die Kontrolle des Zutritts zu einem umfriedeten Gelände oder Außenbereich (z. B. Werkstor), während 'Zutrittskontrolle' das Betreten von Gebäuden, Etagen oder einzelnen Räumen regelt. Beide Ebenen gehören zum Konzept der Tiefenstaffelung. Why the other options are incorrect: • Zugangskontrolle betrifft ausschließlich Fahrzeuge, Zutrittskontrolle ausschließlich Personen: Die Unterscheidung nach Fahrzeug und Person ist nicht korrekt; Zugangskontrolle umfasst sowohl Fahrzeuge als auch Personen an der Geländeperipherie. • Beide Begriffe sind rechtlich identisch und werden synonym verwendet: Die Begriffe sind nicht identisch; sie bezeichnen unterschiedliche Kontrollstufen im abgestuften Schutzkonzept. • Zugangskontrolle ist stets eine technische Maßnahme, Zutrittskontrolle eine rein organisatorische: Sowohl Zugangs- als auch Zutrittskontrolle können technisch (Chipkarte, Schranke) und organisatorisch (Pforte, Wachpersonal) umgesetzt werden.

  7. Q17Wie unterscheiden sich präventives Risikomanagement und reaktives Krisenmanagement im Kontext des Objektschutzes voneinander?

    • APräventives Risikomanagement identifiziert und bewertet Gefährdungen vor ihrem Eintreten und leitet Gegenmaßnahmen ein; reaktives Krisenmanagement greift nach einem Schadenseintritt, um Folgen zu begrenzen und die Lage zu stabilisieren
    • BRisikomanagement ist ausschließlich Aufgabe externer Sicherheitsberater; das Krisenmanagement obliegt ausschließlich dem internen Sicherheitspersonal
    • CBeide Begriffe beschreiben identische Prozesse und werden im professionellen Sicherheitswesen synonym verwendet
    • DRisikomanagement befasst sich nur mit Sachschäden, Krisenmanagement ausschließlich mit dem Schutz von Menschenleben
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    ✓ Richtige Antwort: A. Präventives Risikomanagement identifiziert und bewertet Gefährdungen vor ihrem Eintreten und leitet Gegenmaßnahmen ein; reaktives Krisenmanagement greift nach einem Schadenseintritt, um Folgen zu begrenzen und die Lage zu stabilisieren

    Risikomanagement wirkt vor dem Ereignis: Es analysiert Bedrohungen, bewertet Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß und reduziert Risiken durch gezielte Maßnahmen. Krisenmanagement setzt erst nach dem Ereignis ein und zielt darauf ab, Schäden zu begrenzen, Abläufe zu stabilisieren und den Normalbetrieb wiederherzustellen. Why the other options are incorrect: • Risikomanagement ist ausschließlich Aufgabe externer Sicherheitsberater; das Krisenmanagement obliegt ausschließlich dem internen Sicherheitspersonal: Die Aufteilung nach intern/extern trifft das inhaltliche Unterscheidungsmerkmal nicht. Beide Prozesse können intern oder extern organisiert werden und betreffen das gesamte Sicherheitsmanagement einer Einrichtung. • Beide Begriffe beschreiben identische Prozesse und werden im professionellen Sicherheitswesen synonym verwendet: Risikomanagement und Krisenmanagement sind klar voneinander abgegrenzte Phasen im Sicherheitsmanagementzyklus (präventiv vs. reaktiv) und werden fachlich nicht synonym verwendet. • Risikomanagement befasst sich nur mit Sachschäden, Krisenmanagement ausschließlich mit dem Schutz von Menschenleben: Sowohl Risikomanagement als auch Krisenmanagement umfassen Personen- und Sachschutz. Eine strenge inhaltliche Trennung nach Schadensart ist fachlich nicht korrekt.

  8. Q18Was unterscheidet primäre Prävention von sekundärer Deeskalation im Sicherheitsdienst?

    • APrimäre Prävention erfolgt nach einer Eskalation; sekundäre Deeskalation soll weitere Eskalation verhindern.
    • BPrimäre Prävention zielt darauf ab, Konflikte durch frühzeitige Maßnahmen gar nicht erst entstehen zu lassen; sekundäre Deeskalation wirkt, wenn ein Konflikt bereits begonnen hat.
    • CBeide Begriffe bezeichnen dasselbe Konzept und können gleichbedeutend verwendet werden.
    • DPrimäre Prävention ist ausschließlich Aufgabe der Polizei; sekundäre Deeskalation obliegt privaten Sicherheitskräften.
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    ✓ Richtige Antwort: B. Primäre Prävention zielt darauf ab, Konflikte durch frühzeitige Maßnahmen gar nicht erst entstehen zu lassen; sekundäre Deeskalation wirkt, wenn ein Konflikt bereits begonnen hat.

    Primäre Prävention bedeutet, durch vorausschauendes Handeln (z. B. klare Beschilderung, freundliche Ansprache, übersichtliche Wegeführung) zu verhindern, dass Konflikte überhaupt entstehen. Sekundäre Deeskalation setzt erst ein, wenn ein Konflikt bereits begonnen hat, und zielt darauf ab, eine weitere Eskalation zu stoppen. Why the other options are incorrect: • Primäre Prävention erfolgt nach einer Eskalation; sekundäre Deeskalation soll weitere Eskalation verhindern.: Dies ist eine Umkehrung der korrekten Definitionen. Primäre Prävention findet VOR dem Konflikt statt, nicht danach. • Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Konzept und können gleichbedeutend verwendet werden.: Beide Begriffe beschreiben unterschiedliche zeitliche Interventionsstufen und sind keineswegs bedeutungsgleich. • Primäre Prävention ist ausschließlich Aufgabe der Polizei; sekundäre Deeskalation obliegt privaten Sicherheitskräften.: Sowohl primäre Prävention als auch sekundäre Deeskalation gehören zu den Kernaufgaben von Sicherheitskräften im Objektschutz.

  9. Q19Paul Watzlawick formulierte das Axiom: 'Man kann nicht nicht kommunizieren.' Was bedeutet dies in der Praxis für eine Sicherheitskraft?

    • AIn Konfliktsituationen sollte eine Sicherheitskraft möglichst viel sprechen, um Missverständnisse zu verhindern.
    • BSchweigen signalisiert immer Zustimmung und sollte daher in Konflikten konsequent vermieden werden.
    • CAuch Schweigen, Abwenden oder Nichtstun senden eine Botschaft und wirken auf das Gegenüber.
    • DNonverbale Signale sind in Konfliktsituationen weniger bedeutsam als verbale Äußerungen.
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    ✓ Richtige Antwort: C. Auch Schweigen, Abwenden oder Nichtstun senden eine Botschaft und wirken auf das Gegenüber.

    Watzlawicks Axiom besagt, dass jedes Verhalten – auch Schweigen oder Wegsehen – eine kommunikative Wirkung hat. Eine Sicherheitskraft muss sich bewusst sein, dass selbst Nichtreagieren vom Gegenüber als Botschaft wahrgenommen wird. Why the other options are incorrect: • In Konfliktsituationen sollte eine Sicherheitskraft möglichst viel sprechen, um Missverständnisse zu verhindern.: Falsch. Das Axiom besagt nicht, dass man viel reden soll, sondern dass Kommunikation unvermeidlich ist – also auch durch Stille stattfindet. • Schweigen signalisiert immer Zustimmung und sollte daher in Konflikten konsequent vermieden werden.: Falsch. Schweigen bedeutet nicht automatisch Zustimmung; das Axiom betont nur, dass Schweigen stets eine (interpretierbare) Wirkung hat. • Nonverbale Signale sind in Konfliktsituationen weniger bedeutsam als verbale Äußerungen.: Falsch. Watzlawick betont ausdrücklich die Bedeutung nonverbaler Kommunikation und stellt sie nicht unter die verbale.

  10. Q20Ein Besucher besteht darauf, einen Behindertenparkplatz zu nutzen, obwohl er keinen Ausweis hat. Die Sicherheitskraft erklärt die Regelung, doch der Besucher empfindet dies als persönliche Schikane. Welche Kombination von Konflikttypen liegt hier vor?

    • AAusschließlich ein Wertekonflikt, da der Besucher grundsätzlich andere Wertvorstellungen hat.
    • BEin Sachkonflikt (Parkplatzberechtigung) und ein Beziehungskonflikt (wahrgenommene persönliche Willkür).
    • CEin reiner Interessenkonflikt, da beide Parteien denselben Parkplatz beanspruchen.
    • DEin Strukturkonflikt, da die Parkplatzsituation vor Ort schlecht organisiert ist.
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    ✓ Richtige Antwort: B. Ein Sachkonflikt (Parkplatzberechtigung) und ein Beziehungskonflikt (wahrgenommene persönliche Willkür).

    Es liegt zunächst ein Sachkonflikt vor (wer darf den Parkplatz rechtmäßig nutzen). Durch die Reaktion des Besuchers, der die sachliche Regelanwendung als persönliche Ungerechtigkeit empfindet, entsteht zusätzlich ein Beziehungskonflikt. Diese Kombination ist typisch für viele Alltagssituationen im Sicherheitsdienst. Why the other options are incorrect: • Ausschließlich ein Wertekonflikt, da der Besucher grundsätzlich andere Wertvorstellungen hat.: Ein reiner Wertekonflikt liegt nicht vor, da zunächst ein konkreter, sachlicher Streitpunkt (Parkberechtigung) im Mittelpunkt steht. • Ein reiner Interessenkonflikt, da beide Parteien denselben Parkplatz beanspruchen.: Bei einem reinen Interessenkonflikt würden beide Parteien dasselbe Gut begehren. Hier geht es jedoch vor allem um Regelanwendung und die daraus entstehende Beziehungsebene. • Ein Strukturkonflikt, da die Parkplatzsituation vor Ort schlecht organisiert ist.: Ein Strukturkonflikt betrifft systemische Ursachen (z. B. zu wenige Parkplätze), steht aber im geschilderten Szenario nicht im Vordergrund.

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