E Commerce KaufmannTeil 3 von 3

E Commerce Kaufmann Prüfungsfragen & Antworten 2026 (21–30)

E Commerce Kaufmann Übungsfragen und Antworten 2026. Tippe auf eine Option, um dich selbst zu testen — du siehst die richtige Antwort und eine klare Erklärung zu jeder Frage. Kostenlos, keine Anmeldung.

Übe E Commerce Kaufmann-Fragen kostenlos, lade die PDF herunter oder schalte zeitbegrenzte Mock-Tests frei, wenn du bereit bist.
PDF herunterladenVideo ansehen
Multiple Choice — wähle die beste Antwort und decke sie dann auf
  1. Q21Ein Unternehmen möchte mit einer Führungskraft ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbaren, das nach Ende des Arbeitsverhältnisses gilt. Welche Mindestanforderungen schreiben §§ 74 ff. HGB für die Verbindlichkeit vor?

    • ADas Verbot muss schriftlich vereinbart und dem Arbeitnehmer ausgehändigt werden sowie eine Karenzentschädigung von mindestens 50 % der zuletzt bezogenen vertragsmäßigen Leistungen zusichern.
    • BDas Verbot muss lediglich schriftlich vereinbart werden; eine finanzielle Entschädigung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben.
    • CDas Verbot ist auch mündlich wirksam, sofern beide Seiten nachweislich zugestimmt haben.
    • DDas Verbot muss notariell beurkundet und beim zuständigen Arbeitsgericht hinterlegt werden.
    Antwort anzeigen

    ✓ Richtige Antwort: A. Das Verbot muss schriftlich vereinbart und dem Arbeitnehmer ausgehändigt werden sowie eine Karenzentschädigung von mindestens 50 % der zuletzt bezogenen vertragsmäßigen Leistungen zusichern.

    § 74 Abs. 1 und 2 HGB verlangt für ein wirksames nachvertragliches Wettbewerbsverbot zwingend die Schriftform (mit Aushändigung der Urkunde an den Arbeitnehmer) sowie die Zusage einer Karenzentschädigung von mindestens 50 % der zuletzt bezogenen vertragsmäßigen Gesamtleistungen. Why the other options are incorrect: • Das Verbot muss lediglich schriftlich vereinbart werden; eine finanzielle Entschädigung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben.: Allein die Schriftform genügt nicht. Fehlt die Karenzentschädigung in gesetzlicher Mindesthöhe, ist das Wettbewerbsverbot nach § 74 Abs. 2 HGB für den Arbeitnehmer unverbindlich – er kann es ignorieren oder trotzdem darauf bestehen. • Das Verbot ist auch mündlich wirksam, sofern beide Seiten nachweislich zugestimmt haben.: § 74 Abs. 1 HGB schreibt die Schriftform zwingend vor; ein mündlich vereinbartes Wettbewerbsverbot ist nichtig und damit für beide Seiten rechtlich wirkungslos. • Das Verbot muss notariell beurkundet und beim zuständigen Arbeitsgericht hinterlegt werden.: Eine notarielle Beurkundung oder Hinterlegung beim Arbeitsgericht ist gesetzlich nicht erforderlich. Die Anforderungen des HGB beschränken sich auf Schriftform und Karenzentschädigung.

  2. Q22Ein Arbeitnehmer ist seit 13 Jahren ununterbrochen im selben Unternehmen beschäftigt. Welche gesetzliche Mindestkündigungsfrist muss der Arbeitgeber bei einer ordentlichen Kündigung gemäß § 622 BGB einhalten?

    • A4 Monate zum Ende eines Kalendermonats
    • B5 Monate zum Ende eines Kalendermonats
    • C6 Monate zum Ende eines Kalendermonats
    • D3 Monate zum Ende eines Kalendermonats
    Antwort anzeigen

    ✓ Richtige Antwort: B. 5 Monate zum Ende eines Kalendermonats

    Nach § 622 Abs. 2 BGB verlängert sich die Kündigungsfrist des Arbeitgebers gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit. Ab 12 Jahren beträgt sie 5 Monate, ab 15 Jahren 6 Monate. Da der Arbeitnehmer 13 Jahre beschäftigt ist, greift die Stufe ab 12 Jahren: 5 Monate zum Monatsende. Why the other options are incorrect: • 4 Monate zum Ende eines Kalendermonats: 4 Monate gilt ab einer Betriebszugehörigkeit von 10 Jahren. Nach 12 Jahren verlängert sich die Frist auf 5 Monate, sodass bei 13 Jahren bereits diese Stufe einschlägig ist. • 6 Monate zum Ende eines Kalendermonats: 6 Monate gilt erst ab einer Betriebszugehörigkeit von 15 Jahren. Mit 13 Jahren fällt der Arbeitnehmer noch in die 5-Monats-Stufe. • 3 Monate zum Ende eines Kalendermonats: 3 Monate gilt ab einer Betriebszugehörigkeit von 8 Jahren. Bei 13 Jahren ist die Frist bereits auf 5 Monate angewachsen.

  3. Q23Welches Geldmengenaggregat umfasst neben Bargeld und täglich fälligen Einlagen auch Einlagen mit vereinbarter Laufzeit bis zu zwei Jahren sowie Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist bis zu drei Monaten?

    • AM0
    • BM1
    • CM2
    • DM3
    Antwort anzeigen

    ✓ Richtige Antwort: C. M2

    M2 umfasst M1 (Bargeld + täglich fällige Einlagen) zuzüglich Einlagen mit vereinbarter Laufzeit bis zu zwei Jahren und Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist bis zu drei Monaten. Why the other options are incorrect: • M0: M0 bezeichnet die Zentralbankgeldmenge (Bargeld im Umlauf plus Reserven der Geschäftsbanken bei der Zentralbank) und enthält keine Spar- oder Termineinlagen. • M1: M1 enthält lediglich Bargeld und täglich fällige Sichteinlagen, nicht aber Einlagen mit Laufzeit- oder Kündigungsfristen. • M3: M3 geht über M2 hinaus und enthält zusätzlich Geldmarktfondsanteile, Repogeschäfte und kurzfristige Bankschuldverschreibungen.

  4. Q24Welche Aussage zur Giralgeldschöpfung durch Geschäftsbanken ist korrekt?

    • ANur die Europäische Zentralbank ist berechtigt, Giralgeld zu schaffen.
    • BGiralgeld entsteht ausschließlich durch Bargeldeinlagen von Kunden bei der EZB.
    • CGeschäftsbanken schaffen Giralgeld, indem sie Kredite vergeben, die als Einlagen im Bankensystem verbleiben und erneut verliehen werden können.
    • DGeschäftsbanken müssen jeden vergebenen Kredit zu 100 % durch Eigenkapital unterlegen.
    Antwort anzeigen

    ✓ Richtige Antwort: C. Geschäftsbanken schaffen Giralgeld, indem sie Kredite vergeben, die als Einlagen im Bankensystem verbleiben und erneut verliehen werden können.

    Durch die Kreditvergabe schreiben Geschäftsbanken den Kreditbetrag als Einlage gut (Buchgeld). Dieser Betrag fließt als Einlage zurück ins Bankensystem und kann erneut als Kredit vergeben werden – sog. multiplikative Giralgeldschöpfung. Why the other options are incorrect: • Nur die Europäische Zentralbank ist berechtigt, Giralgeld zu schaffen.: Die EZB schafft Zentralbankgeld (Bargeld und Reserven), aber Giralgeld (Buchgeld) entsteht durch die Kreditvergabe der Geschäftsbanken. • Giralgeld entsteht ausschließlich durch Bargeldeinlagen von Kunden bei der EZB.: Giralgeld entsteht nicht durch Einlagen bei der EZB, sondern durch Buchungen der Geschäftsbanken bei der Kreditvergabe. • Geschäftsbanken müssen jeden vergebenen Kredit zu 100 % durch Eigenkapital unterlegen.: Eine 100-%-Deckungspflicht würde dem Vollreserve-Modell entsprechen, das in der Praxis nicht gilt. Banken halten lediglich eine Mindestreserve bei der EZB.

  5. Q25Die Inflationsrate steigt von 2 % auf 6 %. Was bedeutet das für die Kaufkraft des Geldes?

    • ADie Kaufkraft steigt, weil sich durch höhere Preise mehr Geld im Umlauf befindet.
    • BDie Kaufkraft bleibt unverändert, solange der Nominalzins konstant ist.
    • CDie Kaufkraft sinkt, da man für denselben Geldbetrag weniger Güter und Dienstleistungen kaufen kann.
    • DDie Kaufkraft ist ausschließlich vom Wechselkurs abhängig und wird von der Inflationsrate nicht beeinflusst.
    Antwort anzeigen

    ✓ Richtige Antwort: C. Die Kaufkraft sinkt, da man für denselben Geldbetrag weniger Güter und Dienstleistungen kaufen kann.

    Inflation bedeutet einen allgemeinen Anstieg des Preisniveaus. Für denselben Geldbetrag erhält man weniger Güter und Dienstleistungen – die reale Kaufkraft des Geldes sinkt. Why the other options are incorrect: • Die Kaufkraft steigt, weil sich durch höhere Preise mehr Geld im Umlauf befindet.: Mehr Geld im Umlauf ist eine Ursache für Inflation, nicht für steigende Kaufkraft. Bei gleichbleibendem Güterangebot steigen die Preise, die Kaufkraft sinkt. • Die Kaufkraft bleibt unverändert, solange der Nominalzins konstant ist.: Der Nominalzins sagt nichts über die reale Kaufkraft aus. Entscheidend ist der Realzins (Nominalzins minus Inflationsrate); bei hoher Inflation kann der Realzins negativ werden. • Die Kaufkraft ist ausschließlich vom Wechselkurs abhängig und wird von der Inflationsrate nicht beeinflusst.: Die Kaufkraft des Geldes im Inland hängt direkt vom Preisniveau und damit von der Inflationsrate ab – nicht primär vom Wechselkurs.

  6. Q26Was ist die Hauptaufgabe eines Payment Service Providers (PSP) im E-Commerce?

    • ADie Lagerung und den Versand von Waren an Endkunden
    • BDie technische und organisatorische Abwicklung von Zahlungen zwischen Händler, Käufer und Banken
    • CDie Erstellung von Produktseiten und Shop-Designs
    • DDie rechtliche Prüfung von AGB und Datenschutzerklärungen
    Antwort anzeigen

    ✓ Richtige Antwort: B. Die technische und organisatorische Abwicklung von Zahlungen zwischen Händler, Käufer und Banken

    Ein Payment Service Provider (PSP) vermittelt und verarbeitet Zahlungen im E-Commerce. Er verbindet den Online-Shop mit verschiedenen Zahlungsmethoden, Banken und Kartenorganisationen und übernimmt u. a. Sicherheitsprüfungen sowie die Weiterleitung von Zahlungsdaten. Why the other options are incorrect: • Die Lagerung und den Versand von Waren an Endkunden: Lagerung und Versand sind Aufgaben der Logistik bzw. des Fulfillments – nicht des PSP, der ausschließlich für den Zahlungsfluss zuständig ist. • Die Erstellung von Produktseiten und Shop-Designs: Shop-Design und Produktseiten werden von Webentwicklern und Shop-Betreibern gestaltet. Dies hat nichts mit der Zahlungsabwicklung durch einen PSP zu tun. • Die rechtliche Prüfung von AGB und Datenschutzerklärungen: Die rechtliche Prüfung von AGB und Datenschutz ist Aufgabe von Rechtsberatern oder Juristen, nicht des Payment Service Providers.

  7. Q27Was versteht man im Kartengeschäft unter der 'Interchange-Gebühr'?

    • AEine jährliche Lizenzgebühr, die ein Online-Händler direkt an das Kartennetzwerk (z.B. Visa oder Mastercard) entrichtet
    • BDie Gebühr, die die kartenausgebende Bank (Issuer) über das Kartennetzwerk je Transaktion vom Acquirer des Händlers erhält
    • CEine staatlich festgelegte Strafgebühr, die bei verspätetem Zahlungseingang auf dem Händlerkonto erhoben wird
    • DEine Provision, die der Käufer direkt für die Teilnahme an einem Kreditkarten-Bonusprogramm zahlt
    Antwort anzeigen

    ✓ Richtige Antwort: B. Die Gebühr, die die kartenausgebende Bank (Issuer) über das Kartennetzwerk je Transaktion vom Acquirer des Händlers erhält

    Die Interchange-Gebühr ist eine Interbankengebühr: Der Acquirer (Händlerbank) zahlt sie je Transaktion an den Issuer (kartenausgebende Bank). Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtgebühr (Merchant Service Charge), die dem Händler in Rechnung gestellt wird. Why the other options are incorrect: • Eine jährliche Lizenzgebühr, die ein Online-Händler direkt an das Kartennetzwerk (z.B. Visa oder Mastercard) entrichtet: Die Jahresgebühr an Kartennetzwerke ist eine andere Gebührenart. Die Interchange ist transaktionsbezogen und fließt an den Issuer, nicht an das Netzwerk selbst. • Eine staatlich festgelegte Strafgebühr, die bei verspätetem Zahlungseingang auf dem Händlerkonto erhoben wird: Eine staatliche Strafgebühr mit dem Namen 'Interchange' existiert nicht. Es handelt sich um eine privatwirtschaftlich vereinbarte Interbankengebühr. • Eine Provision, die der Käufer direkt für die Teilnahme an einem Kreditkarten-Bonusprogramm zahlt: Käufer zahlen die Interchange nicht direkt. Sie ist eine Gebühr im Hintergrund der Zahlungsabwicklung, die zwischen Issuer und Acquirer anfällt.

  8. Q28Welches der folgenden Systeme zählt zu den Säulen der gesetzlichen Sozialversicherung in Deutschland?

    • APrivate Haftpflichtversicherung
    • BBerufsunfähigkeitsversicherung
    • CGesetzliche Rentenversicherung
    • DKfz-Haftpflichtversicherung
    Antwort anzeigen

    ✓ Richtige Antwort: C. Gesetzliche Rentenversicherung

    Die gesetzliche Rentenversicherung ist eine der fünf Säulen der gesetzlichen Sozialversicherung in Deutschland (neben Kranken-, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung). Sie ist zentraler Bestandteil des sozialen Sicherungssystems. Why the other options are incorrect: • Private Haftpflichtversicherung: Die private Haftpflichtversicherung ist eine freiwillige Privatversicherung und kein Teil des gesetzlichen Sozialversicherungssystems. • Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine private Zusatzversicherung und gehört nicht zu den Pflichtversicherungen der gesetzlichen Sozialversicherung. • Kfz-Haftpflichtversicherung: Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist zwar gesetzlich vorgeschrieben, aber keine Sozialversicherung – sie dient dem Schutz Dritter im Straßenverkehr.

  9. Q29Im Jahr 1995 wurde die fünfte Säule der deutschen Sozialversicherung eingeführt. Um welche Versicherung handelt es sich?

    • AUnfallversicherung
    • BArbeitslosenversicherung
    • CRentenversicherung
    • DPflegeversicherung
    Antwort anzeigen

    ✓ Richtige Antwort: D. Pflegeversicherung

    Die Pflegeversicherung (soziale Pflegeversicherung, SPV) wurde 1995 als jüngste und fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt, um das Risiko der Pflegebedürftigkeit durch Alter, Krankheit oder Behinderung abzusichern. Why the other options are incorrect: • Unfallversicherung: Die Unfallversicherung existiert in Deutschland seit dem Bismarck'schen Sozialversicherungssystem (1884) und ist keine junge Säule. • Arbeitslosenversicherung: Die Arbeitslosenversicherung wurde bereits 1927 eingeführt, also deutlich vor 1995. • Rentenversicherung: Die Rentenversicherung geht ebenfalls auf das 19. Jahrhundert zurück (1889) und zählt zu den ältesten Säulen.

  10. Q30Ein Online-Shop hat einen jährlichen Wareneinsatz von 180.000 € und einen durchschnittlichen Lagerbestand von 15.000 €. Wie viele Tage dauert es durchschnittlich, bis der Lagerbestand vollständig umgesetzt wird (Lagertragsdauer)?

    • ACa. 30 Tage
    • BCa. 12 Tage
    • CCa. 45 Tage
    • DCa. 83 Tage
    Antwort anzeigen

    ✓ Richtige Antwort: A. Ca. 30 Tage

    Zuerst wird die Lagerumschlagshäufigkeit berechnet: 180.000 € ÷ 15.000 € = 12. Anschließend ergibt sich die Lagertragsdauer aus 365 Tagen ÷ 12 ≈ 30 Tage. Der Bestand wird also alle ca. 30 Tage einmal komplett umgesetzt. Why the other options are incorrect: • Ca. 12 Tage: 12 ist die Lagerumschlagshäufigkeit (Anzahl der Umschläge pro Jahr) – also eine andere Kennzahl, keine Angabe in Tagen. • Ca. 45 Tage: 45 Tage entspräche einer Lagerumschlagshäufigkeit von ca. 8, die sich aus den gegebenen Zahlen jedoch nicht ergibt. • Ca. 83 Tage: Ca. 83 Tage entsteht durch fehlerhafte Berechnung, z. B. wenn man 15.000 € ÷ 180.000 € mit einem falschen Faktor multipliziert – das entspricht nicht der Formel für die Lagertragsdauer.

Hier kostenlos üben. Zeitbegrenzte Mock-Tests, wenn du bereit bist.

Nutze das kostenlose E-Commerce Kaufmann Prüfung-Sample, lade die PDF herunter und schalte dann webbasierte zeitbegrenzte Mock-Tests für eine vollständige Prüfungssimulation frei.

PDF herunterladenÜbungstest starten