StartseiteGefahrgut ADR AuffrischungFragen 21–30
Gefahrgut ADR AuffrischungTeil 3 von 3

Gefahrgut ADR Auffrischung Prüfungsfragen & Antworten 2026 (21–30)

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  1. Q21Welche Aussage zum Transport radioaktiver Stoffe (Klasse 7) zusammen mit Lebensmitteln auf demselben Fahrzeug ist korrekt?

    • ARadioaktive Stoffe dürfen zusammen mit verpackten Lebensmitteln transportiert werden, solange die Lebensmittelverpackung geschlossen ist.
    • BFreigestellte Versandstücke radioaktiver Stoffe dürfen ohne Einschränkung mit Lebensmitteln zusammengeladen werden.
    • CRadioaktive Stoffe dürfen nicht zusammen mit Lebensmitteln, Tieren oder nicht radioaktiven medizinischen Gütern auf demselben Fahrzeug transportiert werden.
    • DDie Zusammenladung ist erlaubt, wenn zwischen radioaktiven Versandstücken und Lebensmitteln ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten wird.
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    ✓ Richtige Antwort: C. Radioaktive Stoffe dürfen nicht zusammen mit Lebensmitteln, Tieren oder nicht radioaktiven medizinischen Gütern auf demselben Fahrzeug transportiert werden.

    Gemäß ADR 7.5.11 CV33 ist die Zusammenladung radioaktiver Stoffe mit Lebensmitteln, Tiernahrung und lebenden Tieren auf demselben Fahrzeug grundsätzlich verboten, um jede Kontaminationsgefahr auszuschließen. Why the other options are incorrect: • Radioaktive Stoffe dürfen zusammen mit verpackten Lebensmitteln transportiert werden, solange die Lebensmittelverpackung geschlossen ist.: Die Verpackung der Lebensmittel ändert nichts am Zusammenladeverbot. Das Verbot gilt unabhängig davon, ob die Lebensmittel verpackt oder offen transportiert werden. • Freigestellte Versandstücke radioaktiver Stoffe dürfen ohne Einschränkung mit Lebensmitteln zusammengeladen werden.: Auch freigestellte Versandstücke radioaktiver Stoffe fallen unter die Sondervorschrift CV33, die eine Zusammenladung mit Lebensmitteln untersagt. • Die Zusammenladung ist erlaubt, wenn zwischen radioaktiven Versandstücken und Lebensmitteln ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten wird.: Das ADR sieht für dieses Zusammenladeverbot keine Abstandsregelung vor. Es handelt sich um ein generelles Verbot, nicht um eine Mindestabstandsvorschrift.

  2. Q22Was ist auf der orangefarbenen Warntafel eines Tankfahrzeugs (einstoffig) von oben nach unten abzulesen?

    • AOben die Kemler-Zahl (Gefahrnummer), unten die UN-Nummer
    • BOben die UN-Nummer, unten die Kemler-Zahl
    • COben die Fahrzeugklasse, unten die UN-Nummer
    • DOben der Tunnelbeschränkungscode, unten die UN-Nummer
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    ✓ Richtige Antwort: A. Oben die Kemler-Zahl (Gefahrnummer), unten die UN-Nummer

    Bei Tankfahrzeugen steht die Kemler-Zahl (Gefahrnummer, 2–3-stellig) oben und die UN-Nummer (4-stellig) unten auf der Warntafel. Beide Zahlen sind durch eine waagerechte schwarze Linie getrennt. Why the other options are incorrect: • Oben die UN-Nummer, unten die Kemler-Zahl: Die Anordnung ist genau umgekehrt: Die Kemler-Zahl steht immer oben, die UN-Nummer unten – nicht umgekehrt. • Oben die Fahrzeugklasse, unten die UN-Nummer: Die Fahrzeugklasse erscheint nicht auf der orangefarbenen Warntafel, sondern wird durch den Gefahrzettel kommuniziert. • Oben der Tunnelbeschränkungscode, unten die UN-Nummer: Der Tunnelbeschränkungscode gehört ins Beförderungsdokument und wird nicht auf der orangefarbenen Warntafel angegeben.

  3. Q23Bei welchen Versandstücken müssen nach ADR Abschnitt 5.2.1.7 Pfeile zur Kennzeichnung der vorgeschriebenen Aufrechthaltung ('this way up') angebracht werden?

    • ABei allen Versandstücken mit einem Bruttogewicht über 30 kg, unabhängig vom Inhalt
    • BBei Kombinationsverpackungen, die Innenverpackungen mit flüssigen Stoffen enthalten, sofern die Innenverpackungen nicht in jeder Lage auslaufsicher sind
    • CAusschließlich bei Versandstücken der Verpackungsgruppe I aller Gefahrklassen
    • DBei allen explosiven Stoffen der Klasse 1, unabhängig vom Aggregatzustand
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    ✓ Richtige Antwort: B. Bei Kombinationsverpackungen, die Innenverpackungen mit flüssigen Stoffen enthalten, sofern die Innenverpackungen nicht in jeder Lage auslaufsicher sind

    Gemäß ADR 5.2.1.7 sind Richtungspfeile auf Versandstücken vorgeschrieben, die Flüssigkeiten in Innenverpackungen enthalten, wenn die Verpackung nicht in jeder Orientierung auslaufsicher ist – typischerweise Kombinationsverpackungen mit z. B. Glasflaschen oder Kunststoffbehältern. Why the other options are incorrect: • Bei allen Versandstücken mit einem Bruttogewicht über 30 kg, unabhängig vom Inhalt: Das Gewicht ist kein Kriterium für Richtungspfeile; maßgeblich ist der Inhalt (flüssig) und die Bauart der Innenverpackung. • Ausschließlich bei Versandstücken der Verpackungsgruppe I aller Gefahrklassen: Die Verpackungsgruppe allein begründet keine Pflicht zu Richtungspfeilen; entscheidend ist, ob Flüssigkeiten in Innenverpackungen enthalten sind. • Bei allen explosiven Stoffen der Klasse 1, unabhängig vom Aggregatzustand: Bei explosiven Stoffen gelten eigene Anforderungen; Richtungspfeile sind primär für Flüssigkeiten in Innenverpackungen vorgeschrieben, nicht pauschal für Klasse 1.

  4. Q24Was bedeutet das vorangestellte 'X' vor der Gefahrnummer (Kemler-Zahl) auf der orangefarbenen Warntafel, z. B. bei der Kennzeichnung 'X338'?

    • ADer Stoff reagiert gefährlich mit Wasser; ein Löschen mit Wasser ist verboten
    • BDer Stoff ist besonders giftig und erfordert Sonderausrüstung beim Transport
    • CDas Fahrzeug unterliegt einer besonderen Tunnelbeschränkung der Kategorie E
    • DDer Stoff ist radioaktiv und darf nicht mit Lebensmitteln zusammengeladen werden
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    ✓ Richtige Antwort: A. Der Stoff reagiert gefährlich mit Wasser; ein Löschen mit Wasser ist verboten

    Das 'X' vor der Kemler-Zahl bedeutet gemäß ADR 5.3.2.2.2, dass der Stoff gefährlich mit Wasser reagiert. Ein Löschen mit Wasser ist ausdrücklich verboten; dies ist für die Einsatzkräfte im Notfall von entscheidender Bedeutung. Why the other options are incorrect: • Der Stoff ist besonders giftig und erfordert Sonderausrüstung beim Transport: Besondere Toxizität wird durch die Kemler-Zahl selbst angezeigt (z. B. Ziffer 6 für giftige Stoffe), nicht durch das Präfix 'X'. • Das Fahrzeug unterliegt einer besonderen Tunnelbeschränkung der Kategorie E: Tunnelbeschränkungscodes sind nicht auf der Warntafel am Fahrzeug vermerkt; sie finden sich im Beförderungspapier und in der ADR-Liste. • Der Stoff ist radioaktiv und darf nicht mit Lebensmitteln zusammengeladen werden: Radioaktivität wird durch die Klasse 7 und die entsprechenden Gefahrzettel (weiß/gelb) ausgewiesen, nicht durch das Präfix 'X' auf der Warntafel.

  5. Q25Welche Aussage zu den Verpackungsgruppen (VG) im ADR ist korrekt?

    • AVG II kennzeichnet Stoffe mit mittlerer Gefahr.
    • BVG I kennzeichnet Stoffe mit der geringsten Gefahr.
    • CVG III kennzeichnet Stoffe mit der höchsten Gefahr.
    • DDie Verpackungsgruppen gelten ausschließlich für flüssige Gefahrgüter.
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    ✓ Richtige Antwort: A. VG II kennzeichnet Stoffe mit mittlerer Gefahr.

    Im ADR unterscheidet man drei Verpackungsgruppen: VG I (hohe Gefahr), VG II (mittlere Gefahr) und VG III (geringe Gefahr). VG II liegt damit im mittleren Gefahrenbereich und stellt entsprechende Anforderungen an Verpackung und Kennzeichnung. Why the other options are incorrect: • VG I kennzeichnet Stoffe mit der geringsten Gefahr.: Falsch. VG I steht für die höchste Gefahr, nicht die geringste. Für VG-I-Stoffe gelten die strengsten Verpackungsanforderungen im ADR. • VG III kennzeichnet Stoffe mit der höchsten Gefahr.: Falsch. VG III kennzeichnet Stoffe mit der geringsten Gefahr. Die höchste Gefahr wird durch VG I ausgedrückt. • Die Verpackungsgruppen gelten ausschließlich für flüssige Gefahrgüter.: Falsch. Verpackungsgruppen gelten für verschiedene Gefahrgutarten (Feststoffe, Flüssigkeiten, Gemische), nicht nur für flüssige Stoffe.

  6. Q26Was ist eine Bergungsverpackung (Salvage Packaging) gemäß ADR?

    • AEine besonders verstärkte Außenverpackung, die als Schutz bei langen Ferntransporten eingesetzt wird.
    • BEine speziell zugelassene Verpackung ausschließlich für radioaktive Stoffe der Klasse 7.
    • CEine Verpackung, in die beschädigte, defekte oder undichte Versandstücke eingesetzt werden, um die sichere Weiterbeförderung zu ermöglichen.
    • DEine Verpackung für die geregelte Rückführung leerer Behälter an den Hersteller.
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    ✓ Richtige Antwort: C. Eine Verpackung, in die beschädigte, defekte oder undichte Versandstücke eingesetzt werden, um die sichere Weiterbeförderung zu ermöglichen.

    Bergungsverpackungen dienen nach ADR dazu, bei Beschädigung, Leckage oder Defekt eines Versandstücks dieses aufzunehmen und so eine sichere Weiterbeförderung zu gewährleisten. Sie müssen besondere Anforderungen an Dichtheit und Festigkeit erfüllen. Why the other options are incorrect: • Eine besonders verstärkte Außenverpackung, die als Schutz bei langen Ferntransporten eingesetzt wird.: Verstärkte Außenverpackungen für Langstreckentransporte sind reguläre Außenverpackungen. Der Bergungsverpackung kommt der spezifische Zweck der Notaufnahme beschädigter Versandstücke zu. • Eine speziell zugelassene Verpackung ausschließlich für radioaktive Stoffe der Klasse 7.: Bergungsverpackungen sind nicht auf Klasse 7 (radioaktive Stoffe) beschränkt. Sie können für Versandstücke aller Gefahrklassen eingesetzt werden. • Eine Verpackung für die geregelte Rückführung leerer Behälter an den Hersteller.: Die Rückführung leerer Gebinde ist kein Zweck der Bergungsverpackung im Sinne des ADR. Leergebinde unterliegen gesonderten Vorschriften.

  7. Q27Welche der folgenden Aussagen beschreibt die Pflichten des Empfängers gefährlicher Güter gemäß ADR 1.4.3.5 am zutreffendsten?

    • ADer Empfänger darf die Annahme einer Gefahrgutsendung nicht ohne zwingende Sicherheitsgründe verzögern und muss sicherstellen, dass die für ihn geltenden ADR-Anforderungen eingehalten werden.
    • BDer Empfänger muss bei erkennbaren Mängeln an der Kennzeichnung die Annahme grundsätzlich verweigern und den Absender zur Nachbesserung auffordern.
    • CDer Empfänger trägt ausschließlich Verantwortung für das physische Entladen und hat keinerlei Prüfpflichten gegenüber Dokumenten oder Kennzeichnung.
    • DDer Empfänger ist nach jeder Gefahrgutsendung verpflichtet, eine Eingangsmeldung an die zuständige Behörde zu übermitteln.
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    ✓ Richtige Antwort: A. Der Empfänger darf die Annahme einer Gefahrgutsendung nicht ohne zwingende Sicherheitsgründe verzögern und muss sicherstellen, dass die für ihn geltenden ADR-Anforderungen eingehalten werden.

    Gemäß ADR 1.4.3.5 darf der Empfänger die Annahme nicht ohne zwingende Sicherheitsgründe verzögern und muss sicherstellen, dass die ihn betreffenden Vorschriften des ADR eingehalten werden – z. B. Überprüfung auf erkennbare Verstöße gegen Kennzeichnungs- und Dokumentationsvorschriften. Why the other options are incorrect: • Der Empfänger muss bei erkennbaren Mängeln an der Kennzeichnung die Annahme grundsätzlich verweigern und den Absender zur Nachbesserung auffordern.: Das ADR räumt dem Empfänger nicht das Recht ein, bei bloßen Kennzeichnungsmängeln generell zu verweigern; eine Verzögerung ist nur aus zwingenden Sicherheitsgründen zulässig, nicht bei allgemeinen Zweifeln. • Der Empfänger trägt ausschließlich Verantwortung für das physische Entladen und hat keinerlei Prüfpflichten gegenüber Dokumenten oder Kennzeichnung.: Der Empfänger hat durchaus Prüfpflichten – er ist nicht nur für die körperliche Entladung zuständig, sondern muss auch erkennbare ADR-Verstöße feststellen und entsprechend handeln. • Der Empfänger ist nach jeder Gefahrgutsendung verpflichtet, eine Eingangsmeldung an die zuständige Behörde zu übermitteln.: Das ADR sieht keine routinemäßige behördliche Meldepflicht für den Empfänger vor; Meldepflichten bestehen lediglich bei Unfällen, Zwischenfällen oder Havarien gemäß ADR 1.8.5.

  8. Q28Bei einem Unfall tritt ein gasförmiges Gefahrgut aus dem Fahrzeug aus. Der ADR-Fahrer hat das Fahrzeug bereits verlassen. Wie sollte er sich bezüglich der Windrichtung positionieren?

    • AEr soll sich gegen den Wind (windseitig) und seitlich vom Fahrzeug aufstellen, sodass die Gaswolke vom Körper wegtransportiert wird.
    • BEr soll sich in Windrichtung (leeseits) positionieren, damit er die Gaswolke besser beobachten und den Einsatzkräften beschreiben kann.
    • CDie Windrichtung ist bei gasförmigen Gefahrgütern irrelevant; entscheidend ist ausschließlich der Abstand zum Fahrzeug.
    • DEr soll sich direkt hinter dem Fahrzeug aufstellen, um im Windschatten des Fahrzeugs geschützt zu sein.
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    ✓ Richtige Antwort: A. Er soll sich gegen den Wind (windseitig) und seitlich vom Fahrzeug aufstellen, sodass die Gaswolke vom Körper wegtransportiert wird.

    Das Aufstellen gegen den Wind (windseitig) ist eine grundlegende Sicherheitsregel bei Freisetzungen gasförmiger Stoffe. So bewegt sich die Gaswolke vom Fahrer weg. Zusätzlich empfiehlt sich eine seitliche Position, um den direkten Kontakt mit Dämpfen oder dem Strahl aus Leckagen zu vermeiden. Why the other options are incorrect: • Er soll sich in Windrichtung (leeseits) positionieren, damit er die Gaswolke besser beobachten und den Einsatzkräften beschreiben kann.: Falsch. Die Leeseite ist die Seite, auf die der Wind zuweht – dort sammelt und konzentriert sich die Gaswolke. Eine Position leeseits würde den Fahrer direkt in den Strom des freigesetzten Gases bringen. • Die Windrichtung ist bei gasförmigen Gefahrgütern irrelevant; entscheidend ist ausschließlich der Abstand zum Fahrzeug.: Falsch. Die Windrichtung ist bei gasförmigen und leichtflüchtigen Gefahrgütern von entscheidender Bedeutung, da sie den Ausbreitungsweg der Gaswolke bestimmt. Der Abstand allein ist kein ausreichendes Schutzkriterium. • Er soll sich direkt hinter dem Fahrzeug aufstellen, um im Windschatten des Fahrzeugs geschützt zu sein.: Falsch. Im Windschatten eines Fahrzeugs können sich Gase aufkonzentrieren, da die Luftströmung dort verwirbelt und das Gas nicht abgetragen wird. Diese Position wäre besonders gefährlich.

  9. Q29Ein ADR-Fahrer bemerkt nach einem Unfall, dass aus dem Tankbehälter ein giftiges Gas austritt. Er verfügt über keine geeignete Atemschutzausrüstung. Was muss er tun?

    • AEr versucht, die Leckage mit einem feuchten Tuch notdürftig abzudichten.
    • BEr bleibt in der Nähe des Fahrzeugs, um unbeteiligte Personen von der Unfallstelle fernzuhalten.
    • CEr entfernt sich sofort entgegen der Windrichtung aus der Gefahrenzone und alarmiert die Rettungskräfte.
    • DEr atmet möglichst flach und wartet in sicherem Abstand, bis die Gaswolke sich aufgelöst hat.
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    ✓ Richtige Antwort: C. Er entfernt sich sofort entgegen der Windrichtung aus der Gefahrenzone und alarmiert die Rettungskräfte.

    Ohne geeigneten Atemschutz darf sich der Fahrer nicht in der Nähe von austretendem Giftgas aufhalten. Er muss sich unverzüglich entgegen der Windrichtung in Sicherheit bringen, damit die Gaswolke ihn nicht erfassen kann, und anschließend den Notruf absetzen. Eigenschutz hat oberste Priorität. Why the other options are incorrect: • Er versucht, die Leckage mit einem feuchten Tuch notdürftig abzudichten.: Ohne Schutzausrüstung ist jede Annäherung an ausströmendes Giftgas lebensgefährlich; ein Abdichtungsversuch ohne geeigneten Schutz ist verboten. • Er bleibt in der Nähe des Fahrzeugs, um unbeteiligte Personen von der Unfallstelle fernzuhalten.: In der Nähe eines austretenden Giftgases ohne Atemschutz zu bleiben ist lebensgefährlich; Eigenschutz geht vor dem Schutz unbeteiligter Personen. • Er atmet möglichst flach und wartet in sicherem Abstand, bis die Gaswolke sich aufgelöst hat.: Flaches Atmen bietet keinen ausreichenden Schutz vor Vergiftung; die unverzügliche Flucht entgegen der Windrichtung ist zwingend erforderlich.

  10. Q30Ihr geplanter Fahrweg führt durch einen Tunnel der Kategorie C. Sie befördern einen Gefahrstoff mit dem Tunnelbeschränkungscode (C). Was ist zu tun?

    • ADen Tunnel nicht befahren und eine Umfahrungsroute wählen
    • BDen Tunnel mit eingeschaltetem Warnblinklicht und reduzierter Geschwindigkeit befahren
    • CDen Tunnel nur in den verkehrsarmen Nachtstunden befahren
    • DTelefonisch beim Tunnelbetreiber eine Ausnahmegenehmigung einholen
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    ✓ Richtige Antwort: A. Den Tunnel nicht befahren und eine Umfahrungsroute wählen

    Der Code (C) verbietet die Durchfahrt durch Tunnel der Kategorien C, D und E. Da der geplante Tunnel in Kategorie C fällt, ist die Durchfahrt unzulässig. Der Fahrer ist verpflichtet, eine alternative Route ohne diesen Tunnel zu wählen. Why the other options are incorrect: • Den Tunnel mit eingeschaltetem Warnblinklicht und reduzierter Geschwindigkeit befahren: Weder Warnblinklicht noch reduzierte Geschwindigkeit heben eine ADR-Tunnelbeschränkung auf. Das Befahren des Tunnels bliebe trotzdem ein Verstoß gegen das ADR. • Den Tunnel nur in den verkehrsarmen Nachtstunden befahren: Das ADR sieht keine zeitlichen Ausnahmen für Tunnelbeschränkungen vor. Die Tunnelkategorie und das damit verbundene Fahrverbot gelten unabhängig von Tages- oder Nachtzeit. • Telefonisch beim Tunnelbetreiber eine Ausnahmegenehmigung einholen: Tunnelbetreiber sind nicht befugt, ADR-Beschränkungen außer Kraft zu setzen. Ausnahmen vom ADR können nur durch zuständige Behörden im geregelten Verfahren erteilt werden, nicht telefonisch durch den Betreiber.

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