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Q11Wie lange dauert es in den Seegebieten A1 bis A3, bis der Alarm einer COSPAS-SARSAT-Satelliten-Seenotfunkbake (EPIRB) bei der zuständigen Seenotleitung (MRCC) aufläuft?
✓ Richtige Antwort: A. Wenige Minuten
In den Seegebieten A1 bis A3 (d. h. allen Bereichen außer der Arktis und Antarktis) wird das EPIRB-Notsignal von geostationären Satelliten innerhalb weniger Minuten empfangen und ans zuständige MRCC weitergeleitet. Dabei wird das MRCC darüber informiert, dass sich ein gewisses Schiff in Not befindet. Nur wenn die EPIRB-Seenotfunkbake ein GPS-Modul hat, wird dabei auch die Position mitgesendet. Hat die EPIRB-Seenotfunkbake kein GPS-Modul, dauert es bis zu vier Stunden, bis ein nicht-geostationärer Satellit die EPIRB-Seenotfunkbare überfliegt und die Position unter Ausnutzung des Doppler-Effekts bestimmen kann.
Q12Wie ist zu verfahren, wenn während eines Notverkehrs auf Kanal 16 die Ankündigung einer Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung 'An alle Funkstellen' vorgenommen werden soll?
✓ Richtige Antwort: D. Ankündigung mittels Digitalen Selektivrufs (DSC) auf Kanal 70, Ankündigung während einer Pause im Notverkehr auf Kanal 16, Aussendung der Meldung auf einem Schiff-Schiff-Kanal
Dringlichkeits- und Sicherheitsmeldungen werden - wenn vorhanden - mittels DSC (elektronisch auf Kanal 70) angekündigt. Dringlichkeitsmeldungen werden danach in der Regel direkt auf Kanal 16 im Sprechfunkverfahren gesend. Eine Sicherheitsmeldung wird auf Kanal 16 angekündigt und danach auf einem Arbeitskanal im Sprechfunk gesendet. Während eines Notverkehrs werden sowohl Dringlichkeits- als auch Sicherheitsmeldungen - während einer Pause im Notverkehr - auf Kanal 16 nur angekündigt und danach auf einem Arbeitskanal gesendet, um den laufenden Notverkehr nicht zu stören.
Q13Welches Navigationsgerät empfängt das Signal eines aktivierten Transponders für Suche und Rettung (SART)?
✓ Richtige Antwort: C. Radargerät
Eine SART-Boje sendet ein spezielles Signal aus, das nicht per Funk empfangen werden kann, sondern auf dem Radargerät dargestellt wird. Auf dem Radarschirm erscheint eine Linie von mindestens zwölf Zeichen, die zur aussendenden SART-Boje zeigen.
Q14Wann wird im Seefunkdienst die Aufforderung SILENCE MAYDAY ausgesendet?
✓ Richtige Antwort: C. Wenn die Funkstelle, die den Notverkehr leitet, störende Funkstellen zur Einhaltung der Funkstille auffordert
Die Funkstelle, die den laufenden Notverkehr leitet (i. d. R. eine Küstenfunkstelle) kann andere Funkstellen auf Kanal 16, die den laufenden Notverkehr stören, mit den Worten "SILENCE MAYDAY" zur Funkstille auffordern.
Q15Wodurch wird eine EPIRB im Seenotfall automatisch aktiviert?
✓ Richtige Antwort: D. Wasserdruckauslöser
Die EPIRB-Seenotfunkbake löst sich automatisch aus ihrer Halterung, wenn das Schiff sinkt und ein Wasserdruck von etwa zwei Metern Wassertiefe auf sie wirkt. Sie steigt dann zur Wasseroberfläche und sendet automatisch einen Notalarm aus.
Q16Wie lauten die Maritime Identification Digits (MID) für die Bundesrepublik Deutschland?
✓ Richtige Antwort: C. 211 und 218
Die MID (engl. "Maritime Identification Digits") sind sozusagen die Vorwahl in einer MMSI und hängen vom Land ab, unter dessen Flagge das Schiff fährt. Für Deutschland lautet die MID 211 und in der DDR lautete sie 218. (219 ist die MID für Schiffe unter dänischer Flagge, 224 für spanische Schiffe und 226 für französische Schiffe.)
Q17Woran ist die Nationalität der Seefunkstelle in der MMSI erkennbar?
✓ Richtige Antwort: C. Seefunkkennzahl (MID)
Die Nationalität der MMSI ist an den MID (engl. "Maritime Identification Digits") zu erkennen. Deutsche MID sind 211 und 218. Für deutsche Seefunkstellen bilden die MID die ersten drei Ziffern der MMSI (211xxxxxx), für deutsche Küstenfunkstellen beginnt die MMSI jeweils mit zwei Nullen gefolgt von den MID (00211xxxx).
Q18Wie setzt sich die Seefunkstellen-Rufnummer (MMSI) zusammen?
✓ Richtige Antwort: A. Neun Ziffern, wobei die ersten drei Ziffern die Seefunkkennzahl (MID) enthalten
Die MMSI einer Seefunkstelle besteht aus neun Ziffern. Die ersten drei Ziffern sind die Länderkennung (MID - engl. "Maritime Identification Digits", dt. "Seefunkkennzahl". Für Deutschland 211 oder 218), gefolgt von 6 Ziffern (die Rufnummer).
Q19Was ist eine 'Küstenfunkstelle'?
✓ Richtige Antwort: C. Ortsfeste Funkstelle des mobilen Seefunkdienstes
Küstenfunkstellen betreiben Funkanlagen an Land und gehören zu bestimmten Behörden, z..B. Revierzentralen, Schleusen, MRCC Rescue Bremen, etc.
Q20Welche Aussendung wird als 'WX' bezeichnet?
✓ Richtige Antwort: D. Wetterbericht
Die Abkürzung WX wird international in der Seeschifffahrt verwendet, um Wetterinformationen zu kennzeichnen.
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