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AEVO Prüfungsfragen & Antworten 2026 (21–30)

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  1. Q21Situation: Ihre Auszubildenden beabsichtigen, eine Jugend- und Auszubildendenvertretung zu gründen. Sie möchten von Ihnen wissen, wer in die JAV gewählt werden darf, also das passive Wahlrecht besitzt. Frage: Wen betrifft dies?

    • ADie zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten unabhängig vom Alter
    • BArbeitnehmer bis zum noch nicht vollendeten 25. Lebensjahr
    • CAuszubildende und Arbeitnehmer ab dem vollendeten 18. Lebensjahr
    • DMitglieder des Betriebsrats
    • EAuszubildende bis zum vollendeten 18. Lebensjahr
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    ✓ Richtige Antwort: A. Die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten unabhängig vom Alter

  2. Q22Situation: Sie haben drei Auszubildende neu eingestellt. Aufgrund von unterschiedlichen Vorbildungen haben zwei davon die Ausbildungsdauer verkürzt. Frage: Wie müssen Sie die Verkürzungen bei der Ausbildungsplanung berücksichtigen?

    • AAufgrund der Vorbildung der Auszubildenden entfallen die Ausbildungsinhalte der ersten Monate.
    • BDer individuelle Ausbildungsplan muss für die Auszubildenden entsprechend angepasst werden.
    • CEs müssen Inhalte aus dem Ausbildungsrahmenplan gestrichen werden, die betriebsspezifischen Inhalte werden in vollem Umfang vermittelt.
    • DDie Ausbildungsinhalte werden auf die verkürzte Zeit verteilt, es dürfen keine Ausbildungsinhalte entfallen.
    • EAufgrund der Aufteilung der Ausbildung zwischen Schule und Betrieb müssen die fehlenden Inhalte nicht im Betrieb berücksichtigt werden, sondern diese vermittelt die Schule mit.
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    ✓ Richtige Antwort: B. Der individuelle Ausbildungsplan muss für die Auszubildenden entsprechend angepasst werden.

  3. Q23Situation: Sie organisieren gerade gemeinsam mit Ihrem Auszubildenden ein Praktikum bei einem Ihrer Geschäftspartner in Frankreich. Sie nehmen Kontakt zu Ihrer IHK auf, um Dokumentationsverpflichtungen zu klären. Frage: Welche Aussagen sind richtig?

    • AVoraussetzung für einen Einsatz im Ausland ist, dass der Partnerbetrieb nach dem BBiG in vollem Umfang für die Ausbildung geeignet ist und dies durch die zuständige Stelle auch dokumentiert wurde.
    • BAuszubildende können die im Ausland erworbenen Erfahrungen und Qualifikationen über den Europass als elektronische Aufbereitung dokumentieren.
    • CDer französische Betrieb kann ein Zeugnis ausstellen, um die erworbenen Qualifikationen zu dokumentieren.
    • DSie haben als Ausbildender die Verpflichtung, alle zu erwerbenden Qualifikationen in einem Europass-Mobilitätsnachweis zu dokumentieren.
    • EDauert der beabsichtigte Auslandsaufenthalt länger als ein Drittel der Regelausbildungsdauer, hat der Auszubildende den Ausbildungsnachweis über sein Europass-Profil elektronisch zu führen.
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    ✓ Richtige Antwort: B. Auszubildende können die im Ausland erworbenen Erfahrungen und Qualifikationen über den Europass als elektronische Aufbereitung dokumentieren.

  4. Q24Situation: In vier Monaten wird Tim, 16 Jahre alt, seine Ausbildung in Ihrem Unternehmen beginnen. In Ihrem Unternehmen gibt es einen Betriebsrat. Das Unternehmen hat mehr als 20 wahlberechtigte Arbeitnehmer. Sie sind damit beauftragt, den Berufsausbildungsvertrag mit Tim abzuschließen. Frage: Was müssen Sie dafür im Vorfeld erledigen?

    • ASie müssen die Genehmigung der Arbeitsagentur als zuständige Stelle einholen.
    • BSie müssen den Vertrag vorher mit den gesetzlichen Vertretern vereinbaren.
    • CSie müssen Tim bei der Berufsschule anmelden.
    • DSie müssen darauf achten, dass die Zustimmung des Betriebsrates vorliegt.
    • ESie müssen sich von Tim schriftlich bestätigen lassen, dass er sich den Anforderungen der Berufsausbildung gewachsen fühlt.
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    ✓ Richtige Antwort: D. Sie müssen darauf achten, dass die Zustimmung des Betriebsrates vorliegt.

    Bedenken Sie: Tim ist bei Ausbildungsbeginn noch nicht volljährig. Gesetze: Betriebsverfassungsgesetz § 99 Mitbestimmung bei personellen Einzelmaßnahmen (1) In Unternehmen mit in der Regel mehr als zwanzig wahlberechtigten Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber den Betriebsrat vor jeder Einstellung, Eingruppierung, Umgruppierung und Versetzung zu unterrichten, ihm die erforderlichen Bewerbungsunterlagen vorzulegen und Auskunft über die Person der Beteiligten zu geben; er hat dem Betriebsrat unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen Auskunft über die Auswirkungen der geplanten Maßnahme zu geben und die Zustimmung des Betriebsrats zu der geplanten Maßnahme einzuholen. Bei Einstellungen und Versetzungen hat der Arbeitgeber insbesondere den in Aussicht genommenen Arbeitsplatz und die vorgesehene Eingruppierung mitzuteilen. Die Mitglieder des Betriebsrats sind verpflichtet, über die ihnen im Rahmen der personellen Maßnahmen nach den Sätzen 1 und 2 bekanntgewordenen persönlichen Verhältnisse und Angelegenheiten der Arbeitnehmer, die ihrer Bedeutung oder ihrem Inhalt nach einer vertraulichen Behandlung bedürfen, Stillschweigen zu bewahren; § 79 Abs. 1 Satz 2 bis 4 gilt entsprechend. (§ 99 Abs. 1 BetrVG)

  5. Q25Situation: Im kommenden Ausbildungsjahr wollen Sie in Ihrem Pharmaunternehmen erstmals Chemielaboranten ausbilden. Sie haben bereits die Funktionsbereiche im Unternehmen identifiziert, die als Ausbildungsbereiche in Frage kommen. Nun wollen Sie prüfen, welche Ausbildungsthemen konkret in welchen Abteilungen durchgeführt werden können. Frage: Wie gehen Sie bei dieser Prüfung sinnvollerweise vor?

    • ASie werden Wünsche und Einwände der ausbildenden Fachkräfte für die Durchführung der Ausbildung aufgrund Ihres bereits erstellten Ausbildungsplanes unberücksichtigt lassen.
    • BSie legen Feinlernziele und Ausbildungszeiten als verbindliche Vorgaben für die einzelnen Abteilungen fest.
    • CSie informieren die ausbildenden Fachkräfte in den Abteilungen über die Ausbildungsthemen, die insgesamt vermittelt werden müssen.
    • DSie bitten die ausbildenden Fachkräfte, sich für die Ausbildungsinhalte in ihren Abteilungen an den Vorgaben des Rahmenlehrplans zu orientieren.
    • ESie bitten die ausbildenden Fachkräfte, die Ausbildungsinhalte zu benennen, die in ihren Abteilungen in Arbeitsprozessen vermittelt werden können.
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    ✓ Richtige Antwort: C. Sie informieren die ausbildenden Fachkräfte in den Abteilungen über die Ausbildungsthemen, die insgesamt vermittelt werden müssen.

  6. Q26Situation: Bei Verstößen gegen die Eignungsvoraussetzungen drohen gesetzliche Konsequenzen. Sie informieren sich, wie die Vorgehensweise der zuständigen Stelle ist, wenn diesbezügliche Mängel festgestellt werden. Frage: Welche Aussagen zu möglichen Reaktionen der zuständigen Stellen sind richtig?

    • ADie zuständige Stelle meldet der nach Landesrecht zuständigen Behörde, wenn der Ausbildende den Mangel nicht in der gesetzten Frist beseitigt.
    • BDie zuständige Stelle fordert bei Nichtgefährdung der Auszubildenden den Ausbildenden auf, den Mangel in einer gesetzten Frist zu beseitigen.
    • CDie zuständige Stelle untersagt dem Ausbildenden unmittelbar das Einstellen und Ausbilden von Auszubildenden.
    • DDie zuständige Stelle überträgt ihrem Ausbildungsberater bis zur Beseitigung des Mangels die Verantwortung für die Auszubildenden.
    • EDie zuständige Stelle kündigt den Berufsausbildungsvertrag fristlos und überträgt die Ausbildungsverantwortung einem anderen Unternehmen.
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    ✓ Richtige Antwort: A. Die zuständige Stelle meldet der nach Landesrecht zuständigen Behörde, wenn der Ausbildende den Mangel nicht in der gesetzten Frist beseitigt.

  7. Q27Situation: Der Ausbilder Sönke Matthes fordert seinen neuen 17-jährigen Auszubildenden Maxim auf, seine Mittagspause mit den anderen Mitarbeitenden der Werkstatt im Pausenraum zu verbringen. Er soll schneller Anschluss an das Team bekommen. Maxim möchte diese Pause, auch auf Wunsch seiner Mutter, zu Hause verbringen. Frage: Wie ist die rechtliche Situation?

    • AMaxim ist noch minderjährig. Nach dem JArSchG können die gesetzlichen Vertreter bestimmen, dass er seine Mittagspause zuhause verbringt.
    • BMaxim ist gemäß BBiG verpflichtet, den Weisungen seines Ausbilders Folge zu leisten. Dazu gehören auch Ort und Zeitpunkt der Pausen.
    • CMaxim muss die Pause im Autohaus verbringen. Die Regelungen des ArbZG treffen für ihn als Auszubildenden nicht zu.
    • DMaxims Ruhepausen gehören laut ArbZG nicht zur Arbeitszeit. Er darf den Ort seiner Pausen frei wählen.
    • EMaxim muss gemäß der Unfallverhütungsvorschriften seine Pausen auf dem Betriebsgelände verbringen.
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    ✓ Richtige Antwort: D. Maxims Ruhepausen gehören laut ArbZG nicht zur Arbeitszeit. Er darf den Ort seiner Pausen frei wählen.

  8. Q28Situation: Ihr Betrieb will in diesem Jahr zum ersten Mal ausbilden. Sie haben sich bei der zuständigen Stelle über die Eignung Ihres Betriebes als Ausbildungsstätte bereits informiert. Bei diesem Gespräch wurden Sie auch über die Überwachung der Eignung informiert. Frage: Welche der folgenden Aussagen zur Überwachung der Eignung gemäß BBiG sind richtig?

    • ADas Bundesinstitut für Berufsbildung (BBiB) prüft, ob die Eignungsanforderungen erfüllt werden und erteilt die Genehmigung zur Ausbildung.
    • BBei schweren Verstößen kann die zuständige Behörde die Ausbildung untersagen.
    • CDas Wirtschaftsministerium des jeweiligen Bundeslandes überwacht die Berufsausbildung.
    • DBesteht ein Mangel in der Eignung, kann die zuständige Stelle die Ausbildung untersagen.
    • EDie zuständige Stelle kann bei Mängeln, die nicht zu einer Gefährdung der Auszubildenden führen, dem Ausbildenden eine Frist zur Beseitigung setzen.
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    ✓ Richtige Antwort: B. Bei schweren Verstößen kann die zuständige Behörde die Ausbildung untersagen.

    Nicht die zuständige Stelle untersagt die Ausbildung, sondern sie muss den Mangel an die nach Landesrecht zuständige Behörde weiterleiten (Bezirksregierung, Schulbehörde oder Landespräsident). Die zuständige Stelle kann jedoch die Eintragung eines Ausbildungsvertrages in das Verzeichnis der Ausbildungsverhältnisse verweigern.

  9. Q29Situation: Nach dem Ausscheiden ihres langjährigen Ausbilders möchte die Heise OHG einen neuen Mitarbeiter einstellen, der neben seiner fachlichen Qualifikationen auch die eines Ausbilders mitbringt und zukünftig für die 5 Auszubildenden zuständig sein wird. Frage: Welche Qualifikation muss der neue Mitarbeiter mitbringen, um nach § 30 BBiG die „Fachliche Eignung“ als Ausbilder/in zu besitzen?

    • ADer Mitarbeiter muss eine beliebige Ausbildung in dem Unternehmen absolviert haben und eine angemessene Zeit im Unternehmen tätig sein.
    • BDer Mitarbeiter muss die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation nachweisen.
    • CDer Mitarbeiter kann die berufliche Eignung durch ein dem Beruf vergleichbares erfolgreich abgeschlossenes Studium erworben haben und muss eine angemessene Zeit in seinem Beruf tätig gewesen sein.
    • DDer Mitarbeiter muss länger als fünf Jahre im Unternehmen tätig sein, unabhängig von einem erlernten Beruf.
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    ✓ Richtige Antwort: B. Der Mitarbeiter muss die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation nachweisen.

  10. Q30Situation: Sie sollen im Auftrag der Geschäftsführung den betrieblichen Ausbildungsbedarf der nächsten Jahre ermitteln. Zunächst beschäftigen Sie sich mit dem qualitativen Personalbedarf. Frage: Welche Fragen geben die entsprechenden Auskünfte?

    • AWelche Kenntnisse und Fertigkeiten sind demnächst nicht mehr notwendig?
    • BWie viele befristete Arbeitsverträge können wir in unbefristete Arbeitsverträge umwandeln?
    • CWie viele Auszubildende bleiben nach der Ausbildung im Unternehmen?
    • DAn welchem Arbeitsplatz sollen welche Kompetenzen zum Einsatz kommen?
    • EWie hoch ist die Fluktuationsrate der Mitarbeitenden?
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    ✓ Richtige Antwort: A. Welche Kenntnisse und Fertigkeiten sind demnächst nicht mehr notwendig?

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